Samstag , 17 August 2019
Helma Eigenheimbau: Neue Rekordzahlen und gute Aussichten

Helma Eigenheimbau: Neue Rekordzahlen und gute Aussichten

Für Helma Eigenheimbau scheinen die Bäume in den Himmel zu wachsen. Der norddeutsche Bau- und Immobiliendienstleister hat erneut Rekordzahlen vorgelegt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte das Unternehmen aus Lehrte bei Hannover die Umsatzeinnahmen auf 210,6 Mio. Euro. Damit lag man 23,5% über dem Vorjahreswert. Das deutliche Wachstum hatte sich allerdings im starken Auftragseingang bereits abgezeichnet. Etwas mehr als die Hälfte der Einnahmen stammt von der Tochter Helma Wohnungsbau GmbH (110,9 Mio. Euro). Die gute Geschäftsentwicklung schlug sich auch bei den Ergebniskennzahlen nieder. So legte das Konzern-EBIT um mehr als ein Viertel auf 17,8 Mio. Euro zu (EBIT-Marge: 8,4%). Damit lag man knapp über den eigenen Zielen, was die Prognosefähigkeit des Managements betont. Das Nettoergebnis legte leicht unterdurchschnittlich um 22,4% auf 10 Mio. Euro zu. Allerdings wäre der Gewinn höher, wenn Helma nicht einen Einmalaufwand (veruntreuende Fehlbuchungen eines ehemaligen Mitarbeiters) zu verbuchen gehabt hätte. Diese Kosten wurden vollständig in den Zahlen für 2015 verbucht.

Umsatzverdopplung bis 2018

Dieses Jahr geht das Management um Gründer Karl-Heinz Maerzke sowie Finanzchef Gerrit Janssen erneut von einem starken Auftragswachstum (2015: +39,6%) aus und rechnet mit einem Konzern-Umsatz von 260 Mio. Euro (+23%) sowie einem EBIT von rund 22 Mio. Euro. Anleger sollten berücksichtigen, dass wie in den Vorjahren der größte Teil der Einnahmen im zweiten Halbjahr fließen dürfte. Bis 2018 kündigte Helma übrigens eine Umsatzverdopplung auf rund 420 Mio. Euro an. Solange das Zinsumfeld sich nicht großartig verändert und der deutsche Immobilienmarkt läuft, dürfte das keine zu hoch gegriffene Zahl sein. Wir rechnen aufgrund der prekären Lage in den Bilanzen vieler europäischen Banken und der hohen Staatsverschuldung weiter damit, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen niedrig halten muss. Alles andere wäre eine mehr als große Überraschung.

Günstige Bewertung

Die Analysten sind weiterhin optimistisch für die Aktie und nennen Kursziele zwischen 54 (Steubing) und 60,80 Euro (GBC). Der Gewinn je Aktie dürfte 2017 bei rund 5 Euro liegen, womit die Helma-Aktie attraktiv bewertet ist (KGV 9).

Wir liegen bei Helma seit Erstempfehlung mit 250% im Plus.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 158

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Bild: Helma Eigenheimbau
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