Dienstag , 15 Oktober 2019
Aktie der Woche: Fission Uranium – Uranexplorer vor Comeback

Aktie der Woche: Fission Uranium – Uranexplorer vor Comeback

In Ausgabe 141 berichteten wir von dem gescheiterten Zusammenschluss der Uranexplorer Denison Mines und Fission Uranium. Die Aktionäre von Fission sprachen sich damals gegen die Transaktion aus, die erforderliche 2/3 Mehrheit wurde nicht erreicht. Seither haben wir den Uranexplorer auf unserer Beobachtungsliste.

„Bottom-Fishing“ par excellence

Seit Bekanntgabe eines möglichen Zusammenschlusses am 6. Juli 2015 hat die Aktie von Fission Uranium in der Spitze etwa 45% verloren. Am Tag der Meldung notierte der Wert bei 0,97 CAD, im Tief ging es bis auf 0,53 CAD hinab. Erst jetzt scheint Fission die Kurve zu kriegen. Mit Blick auf den Chart lässt sich eine mögliche Trendumkehr feststellen. Der Moment scheint günstig, sich mit dem Wert einmal näher auseinander zu setzen. Des Weiteren hatten wir jüngst die Gelegenheit, uns im Rahmen der Mines & Money Konferenz in London kurz mit dem Management auszutauschen.

Verunsicherung vor HV

Im Vorfeld der am 15. Dezember stattfindenden Hauptversammlung sorgte Aktionär James Gifford für Verwirrung und Verunsicherung. Gifford wollte eigene Mitglieder für die Wahl in den Aufsichtsrat des Unternehmens bestimmen. Die von Gifford geleitete Gesellschaft FCU Oversight wollte damit seinen Unmut kundtun, dass trotz großspuriger Aussagen von CEO Dev Randhawa, der unter anderem von einer Übernahme von Fission durch Cameco sprach, nichts passiert sei. Selbst der freundliche Deal mit Denison sei gescheitert. Die erforderliche Mehrheit wurde nicht erreicht. Letzte Woche zog Gifford seine Nominierungen allerdings zurück. Als Grund gibt er an, dass durch einen Wechsel an der Spitze eine Reihe an Bonuszahlungen ausgelöst worden wären, die für das Unternehmen hätten teuer werden können. Er sieht aber weiterhin eine Notwendig eines Richtungswechsels an der Spitze und rät Investoren, ihre Stimmen zurückzuhalten und so ihren Unmut kundzutun.

Patterson Lake-Projekt wächst

Im Schatten der Streitereien auf Unternehmensebene gibt es auf Projektebene Fortschritte zu melden. Ende November legte Fission weitere Bohrergebnisse des abgeschlossenen Sommerprogrammes vom Patterson Lake-Projekt im Athabaska-Becken vor. Von den 17 Bohrlöchern trafen 16 auf eine Mineralisierung. Highlight war sicherlich Bohrloch PLS15-439 mit einer Mineralisierung von 11,03% U308 über eine Länge von 25 Metern ab einer Tiefe von 117 Metern. Die bisherige vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (engl. „PEA“) basiert lediglich auf der Ressource vom Teilgebiet Triple R. Eine aktualisierte Ressourcenkalkulation einschließlich der neuen Ergebnisse vom R600W-Teilprojekt könnte die wirtschaftliche Robustheit des Gesamtprojektes unterstreichen. Für den Winter kündigte Fission ein weiteres, 11.000 Meter umfassendes Bohrprogramm an. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 7 Mio. CAD. Zum 30. September verfügte Fission noch über rund 13 Mio. CAD an Barmitteln. Die von uns in Ausgabe 142 angesprochene Break-Fee in Höhe von 10 Mio. CAD im Falle einer Absage einer Transaktion mit Denison sei nach Aussagen des Managements in London nicht fällig, da die Entscheidung von den Aktionären getroffen wurde und nicht an anderen Details gescheitert sei.

„Buy on rumors, sell on news“

In London konnten wir zudem das Gerücht aufschnappen, dass in Kürze womöglich doch eine größere Transaktion bei Fission im Hause steht. Das vom Mining Journal zum „Explorer des Jahres“ gekürte Unternehmen sei angeblich in das Visier eines größeren Konkurrenten geraten. Dieses Gerücht verleiht der Aktie neben den Projektkatalysatoren, u.a. Ressourcenupdates, zusätzliches Potential. Rodman & Renshaw-Analyst Heiko Ihle sieht das Kursziel weiter bei 1,90 CAD.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 149

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Bild: Fission Uranium
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