Dienstag , 15 Juni 2021

Timmins Gold: Produktion untermauert Kurspotential

Die Aktie von Timmins Gold (1,40 CAD; CA88741P1036) hatte wie die meisten Goldwerte unter dem schwachen Markt im Jahr 2013 zu leiden. So ist es nicht verwunderlich, dass das Papier von seinem 52-Wochen Hoch bei 3,01 CAD bis auf 1 CAD Mitte Dezember fiel. Während in der ersten Jahreshälfte Mittelabflüsse bei Fonds den Wert belasteten, lösten zum Jahresende viele Privatanleger ihre Position auf, um Verluste steuerlich geltend machen zu können. Auch ein zum Jahresende auslaufender Kredit belastete den Titel. Seit dem Tief hat sich der Wert jedoch wieder erholt und konnte 40% zulegen. Das dieser Anstieg gerechtfertigt ist, belegen der erfolgreich neu verhandelte Kreditvertrag und die vorgelegten Produktionszahlen für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2013.

Korrigierte Produktionszahlen übertroffen

Das an der Börse in Toronto notierte Unternehmen legte am vergangenen Montag seine Produktionszahlen für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2013 vor und konnte seine eigenen Erwartungen übertreffen. Auch die Erwartungen der Analysten konnten größtenteils geschlagen werden. So produzierte Timmins in vierten Quartal 34.166 Unzen Gold. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg die Produktion um 39%. Auch das Abbauverhältnis, das sogenannte Strip-Ratio, hat sich verbessert, so dass die All-In Cashkosten je produzierter Unze Gold ebenfalls gesunken sind. Diese liegen laut Schätzungen der Analysten von M Partners aus Toronto bei 995 US-Dollar je Unze. Ein weiterer Grund für die gesunken Kosten ist eine Steigerung des durchschnittlichen Goldgehaltes je Tonne um rund 9% auf 0,87 g/t. Dank des starken vierten Quartals konnte Timmins auch die Guidance für das Gesamtjahr von 118.000 Unzen Gold mit 119.655 Unzen übertreffen. Die Analysten gehen davon aus, dass das Unternehmen einen Cash Flow von rund 8,5 Mio. CAD für das vierte Quartal vermelden dürfte. Die endgültigen Zahlen dürfte das Unternehmen Ende März veröffentlichen.

Neubewertung in 2014 möglich

Nachdem Mitte Dezember der noch offene Kredit in Höhe von 18 Mio. CAD verlängert wurde, steht einer Neubewertung des Unternehmens nichts mehr im Weg. Für 2014 erwartet Timmins eine Produktion von 115.000 bis 125.000 Unzen Gold. Zwar wird man die Verarbeitungsmenge des Brechers auf 24.000 Tonnen pro Tag steigern, jedoch rechnet man mit einem niedrigeren Goldgehalt von ca. 0,60 g/t, der den höheren Durchlauf ausgleichen sollte. Grund für den niedrigeren Gehalt ist die Entscheidung des Managements, die Lagerbildung herunterzufahren und niedriggradigeres Gestein zu verarbeiten. Im Weiteren geht das Unternehmen von Kosten von rund 800 US-Dollar je produzierter Unze Gold aus. Eingerechnet ist hierbei jedoch noch nicht die neue Minensteuer, die laut Analystenschätzung rund 46 US-Dollar je Unze ausmachen dürfte. Nichtsdestotrotz sollte Timmins 2014 zeigen können, dass man trotz eines niedrigeren Goldpreises von rund 1.250 US-Dollar je Unze ausreichend Cashflow generieren kann. Sollten die Q1-Zahlen dem Markt beweisen, dass dies möglich ist, dürfte man sich unter Umständen über eine Neubewertung freuen, zumal Timmins bewertungstechnisch deutlich hinterher hinkt. Die Analysten von M. Partners rechnen damit, dass bei einem Goldpreis von 1.300 US-Dollar je Unze das Unternehmen fast 19,5 Mio. US-Dollar generieren könnte. Mit den vorhandenen Barreserven hätte man dann rund 42 Mio. US-Dollar auf der Bank. Ein Rückzahlung des Kredites im Q1 2015 sollte dann kein Problem sein.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 59

Bild: Timmins Gold

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