Samstag , 27 November 2021

Endeavour Mining: Rückgang von Produktion und Gewinn im Q1, neuer CEO

Die Produktion und der Gewinn sind bei Endeavour Mining im ersten Quartal 2016 rückläufig gewesen. Ob das allerdings mit dem Rücktritt bzw. Ausscheiden von CEO Neil Woodyer in direktem Zusammenhang steht, ist nicht überliefert. Die Meldung über den Wechsel an der Spitze kam nur eine Woche nach der Veröffentlichung der Q1-Ergebnisse. Die Vermutung, dass die beiden Ereignisse zusammenhängen sind daher nicht von der Hand zu weisen. Woodyer wird jedoch nicht komplett aus dem Unternehmen ausscheiden, er wird als „non-executive chairman“ der Gesellschaft erhalten bleiben. Das Zepter wird künftig Sébastien de Montessus schwingen. De Montessus ist kein Unbekannter. Er stieß im November 2015 von Großaktionär La Mancha zu Endeavour und hatte seitdem die Rolle des Präsidenten inne. Er muss sich also nicht neu in die Abläufe einarbeiten.

Im ersten Quartal 2016 produzierte Endeavour 131.567 Unzen Gold, rund 5.300 Unzen weniger also noch im Q4 2015. Die Analystengemeinde, allen voran Andrew Breichmann von BMO, erwartete 149.000 Unzen. Obwohl Breichmann mit der Produktion unzufrieden war, konnte er nicht verschweigen, dass Endeavour abermals seine Produktionskosten je Unze reduzieren konnte. So lagen die All-In Sustainingkosten bei 900 US-Dollar je Unze Gold, eine Rückgang von 46 US-Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Übernahme von True Golds Karma-Mine dürfte für einen weiteren Rückgang gut sein. Der Nettogewinn im Q1 ging jedoch auf 1 Mio. US-Dollar zurück. Endeavour nennt die Akquisitionskosten für True Gold sowie höhere Kosten in Bezug auf die Inbetriebnahme der Ity-Mine in der Elfenbeinküste, als Gründe für den Gewinnrückgang. Breichmann betont allerdings die überraschend niedrigere Produktion als Hauptfaktor. Die Aktie von Endeavour hat derzeit Momentum.

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Bild: Endeavour Mining

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