Sonntag , 27 Oktober 2019
Rohstoffe: Rückblick & Kaffeesatzlesen – Teil 1

Rohstoffe: Rückblick & Kaffeesatzlesen – Teil 1

In der heutigen Ausgabe, der letzten 2014, wollen wir ein wenig reflektieren. Womit hatten wir in den vergangenen 12 Monaten Erfolg? Was können wir aus Misserfolgen lernen und 2015 anders machen?

Edelmetalle in 2014 – Gold im Fokus

Ende November 2013 veröffentlichte Goldman Sachs seinen Goldpreisforecast für 2014. Die magische Zahl, die bis heute noch in den Köpfen der Investoren herumschwirrt: 1.057 US-Dollar je Unze. Gold stand damals bei gut 1.250 US-Dollar und sollte demnach in den folgenden 12 Monaten um 15% fallen. Anfang November sah es danach aus, als würden die Goldmänner recht bekommen. Gold korrigierte scharf, konnte sich aber um die Marke von 1.145 US-Dollar stabilisieren. Viele Analysten und Anleger gehen aber dennoch davon aus, dass wir schon allein aus rein psychologischer Sicht die ausgegebene Marke sehen werden. Doch seit dem Tiefschlag im November ging es wieder bergauf, so dass wir heute exakt auf Jahresanfangsniveau handeln. Insgesamt verlief das Jahr für Anleger in dem Edelmetall (die letzten drei Monate ausgeklammert) gar nicht so schlecht, wie man vermuten würde. Im Hoch stieg Gold sogar wieder auf fast 1.400 US-Dollar je Unze.

Gold beweist sich

Das gelbe Edelmetall gilt allgemeinhin als die Krisenwährung schlechthin und als Absicherung gegenüber Währungsverlusten. Während Gold generell in US-Dollar gehandelt wird, lohnt es sich auch mal auf die Preisfeststellungen in anderen Währungen zu schauen. Und dabei muss man anerkennen, dass Gold seinem Ruf abermals gerecht wird. Blickt man auf den Goldpreis in Rubel, hat sich dieser mittlerweile fast verdoppelt. Russische Investoren, die im Sommer Teile ihres Vermögens in Gold umgeschichtet haben, stehen gut da. Andere haben hingegen fast 50% an Vermögen verloren. Auch auf Eurobasis (+9,2%) und auf Basis des japanischen Yen (+10,5%) konnte Gold zulegen. Gold hat somit Anleger vor Abwertungen geschützt. Sollte die EU im neuen Jahr zudem mit dem Ankauf von Anleihen beginnen, ist davon auszugehen, dass der Druck auf den Euro steigt und Gold auf Eurobasis weiter anziehen dürfte.

Gold-Rubel

Silber und die PGMs

Während bei Gold auf Jahressicht die schwarze Null steht, musste Silber Federn lassen. Derzeit notiert die Unze rund 19% niedriger als noch zu Jahresanfang. Auch Platin notiert tiefer und büßte im Jahresverlauf rund 11% ein. Lediglich Palladium konnte sich absetzen. Das Edelmetall legte auf Jahressicht um 10% zu. Ängste vor Lieferengpässen wirkten sich positiv aus. Rund 40% werden in Russland und etwa 37% in Südafrika gefördert. Im Sommer lösten die Krise auf der Krim sowie die Streiks in Südafrika Panikkäufe aus und trieben den Preis auf bis zu 907 US-Dollar, fast 27% höher als Ende 2013.

Rückblick in zwei Teilen

Unser Schlusssatz in Ausgabe 57, unserer letzten Ausgabe 2013, hatte bis Ende August bestand: „Viel günstiger dürfte es nicht mehr werden!“ Doch nach dem Sommer kam der Bruch bei Rohstoffaktien. Zusammen mit dem Goldpreis ging es zunächst hinauf und Hand in Hand ging es auch wieder bergab. Von Krampf war zunächst erst einmal wenig zu spüren.

,Unsere Empfehlungswerte entwickelten sich teils prächtig. So konnten wir tatsächlich in den ersten Monaten 2014 einige Verdoppler in unseren Reihen vermelden. Pilot Gold lag in der Spitze 121,3% im Plus, Novo Resources zeitweilen sogar mit 150%. Aber auch bei anderen Werten lief es rund. So lag unsere Empfehlung zu Deutsche Rohstoff bis zu 97% im Plus und die Aktie von Corvus Gold 86%. Unsere Strategie, gezielt auf kleinere Werte (Explorer und Junior-Produzenten) zu setzen, ist zumindest in der ersten Jahreshälfte größtenteils aufgegangen. Zudem hat es sich bewährt ,auf Stockpicking, also die gezielte Auswahl von Einzeltiteln, zu setzen. Unsere Empfehlung Junior Gold Miners ETF, in dem kleinere Produzenten gebündelt sind, wurde ausgestoppt. Unsere Empfehlung zu Timmins Gold, ein Indexmitglied, konnte hingegen bis zu 54,2% zulegen, ehe wir mit einem Plus von immerhin noch 20% ausgestoppt wurden.

Aber nicht alles, was wir in der ersten Jahreshälfte anfassten, wurde auch zu Gold. So mussten wir auch herbe Niederlagen einstecken. Etwa bei Arian Resources und bei Columbus Gold. Columbus musste eine Ressourcenschätzung nach unten korrigieren und wurde vom Markt abgestraft.

HIER GEHTS ZU TEIL 2

Titelbild: Barrick Gold
Chart: Goldpriceoz.com
Nach oben scrollen