Sonntag , 12 Juli 2020

Marktkommentar vom 18.09.2013

Liebe Leser!

Es ist mal wieder Fed-Time an den Börsen. Heute wird Ben Bernanke an die Öffentlichkeit treten. Es wird erwartet, dass der Chef der Federal Reserve Einschnitte beim Anleihekaufprogramm seines Hauses verkündet und damit den Fuß zumindest etwas vom Gas nimmt. Die Auswirkungen auf den Markt sollten sich allerdings in Grenzen halten, denn „eigentlich“ ist das nichts Neues und sollte eingepreist sein. Angesichts des anhaltend niedrigen Zinsniveaus ist von der monetären Seite generell wenig Gegenwind zu erwarten.

DAX: Rekord um Rekord

Das zeigt auch die Entwicklung der vergangenen Tage. Der DAX hat ein Allzeithoch bei mehr als 8.600 Punkten markiert und könnte wohl weitermarschieren. Viel passiert ist aber nicht. Denn noch am 10. September stand der Index bei 8.200 Zählern. Somit hat ein Plus von lediglich 5% gereicht, um die neue Bestmarke aufzustellen. Diesmal aber haben vor allem die Versorger für die Zugewinne gesorgt. E.ON und RWE, seit Fukushima die Sorgenkinder im Index, konnte Aufschläge verbuchen, die den DAX auf Trab brachten. Überbewerten sollte man das nicht. Die Frage ist momentan eher, wann die ersten Anleger und Spekulanten anfangen, die Kursgewinne mitzunehmen. Einen Durchmarsch Richtung 9.000 Punkten erwarten wir vorerst nicht. Sollte er dennoch kommen, umso besser.

Der langweiligste Wahlkampf aller Zeiten?

Diese Bundestagswahl dürfte als jene mit dem langweiligsten Wahlkampf in die Geschichtsbücher eingehen, wenn da nicht dieser Sonntag in Bayern gewesen wäre. Die FDP flog mit Prügel aus dem Landtag und zittert nun um den Einzug in den Bundestag. Das allein macht die letzten Tage noch einmal spannend. Schaffen sie es nicht, dürfte Angela Merkel wohl auf die Große Koalition setzen. Vielmehr dürfte ihr nicht übrig bleiben. Und da wollte „Stinkefinger-Peer“ ja eigentlich nicht mitmachen, wie er es im TV-Duell sagte. Doch Wahlen bringen oft eine neue Dynamik in Denkprozesse, insbesondere wenn es um Ämter geht. Und so könnte Deutschland doch noch die Koalition bekommen, die die meisten Bürger und selbst die CDU-Anhänger favorisieren. Außer: Die FDP mogelt sich mal wieder über schwarze Leihstimmen ins Parlament. Immerhin: Es lohnt sich, am Sonntagabend vor den Fernseher zu sitzen.

Syrien: Entspannung am Ölmarkt

Nun wird also verhandelt. Es werden Untersuchungen angestellt und die Diplomaten ringen mit dem Problemfall Syrien. Diktator Assad hat noch einmal dank Wladimir Putin den Kopf aus der Schlinge gezogen. Die USA, allen voran Barack Obama, wurden auf dem diplomatischen Parkett vorgeführt. Neben der Vermeidung eines Krieges hat das noch einen Vorteil: Der Ölmarkt entspannt sich wieder, die Preise sind kräftig zurückgekommen. Diese Gefahr für die Weltkonjunktur scheint zunächst gebannt!

Ihre Redaktion vom Investor Magazin

Bild: Martin Kolb / pixelio.de

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