Mittwoch , 24 April 2019
Focus Graphite: Die nächsten Wochen werden spannend

Focus Graphite: Die nächsten Wochen werden spannend

Der Hype um Graphit-Aktien hatte noch gar nicht richtig begonnen, da war er auch schon wieder beendet. So geschehen im Jahr 2012. Unzählige Firmen sprangen auf den Zug auf und schafften es, Anleger mehr zu verwirren, als Investoren zu gewinnen. Es half auch nicht, dass der Junior-Explorationsmarkt 2012 nochmals kräftig nachgab. Der Hype, wie bei den Seltene Erden-Aktien zuvor, sollte daher von kurzer Dauer und geringer Intensität sein. Investoren in Europa sind weitestgehend von den Blüten des frühen Graphitbooms verschont geblieben und haben jetzt die Möglichkeit, sich aus den Überbleibseln, die Firmen herauszupicken, die eine realistische Chance haben, in Produktion zu gehen. Eine davon könnte die kanadische Focus Graphite (0,52 CAD;CA34416E1060)sein.

Graphit, der Werkstoff der Zukunft

Nicht nur die Europäische Union, sondern auch das Department of Homeland Security in den USA, hat Graphit als strategisch wichtigen Rohstoff bezeichnet. Graphit ist ein Kohlenstoff, der die gleichen Eigenschaften wie einige Metalle aufweist. Es hat zum Beispiel die selbe elektrische Leitfähigkeit wie Kupfer, aber nur ein drittel der Dichte. Außerdem kann es Temperaturen von 3.600°C widerstehen, was es für den Einsatz in den Schmelzöfen der Stahlindustrie ideal macht. Zwar zieht hier die Nachfrage langsam wieder an, der größte Wachstumsmarkt ist aber der Bereich der neuen, „grünen“ Technologien, wie beispielsweise der Batteriemarkt. So wird in Lithium-Batterien bereits 10-mal mehr Graphit verwendet als Lithium. Der Markt für Elektroautos wächst jährlich um 20% und Teslas Model S benötigt rund 96kg Graphit für seine Batterien. Der Branchendienst Industrial Metals schätzt, dass 2020 die weltweite Nachfrage bei jährlich über 1 Mio. Tonnen liegen könnte. 2013 lag diese bei 375.000 Tonnen. Um diesen Anstieg befriedigen zu können, werden 25 neue Minen mit einer jährlichen Kapazität von rund 40.000 Tonnen benötigt.

PEA deutet Wirtschaftlichkeit an

Auf Wunsch des neuen CEOs Don Baxter aktualisierte Focus Graphite Ende letzten Jahres seine erste vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie („PEA“). Die Zahlen sind sehr robust und untermauern die Wirtschaftlichkeit des Projektes. Die Kosten für den Bau der Mine werden mit 126 Mio. CAD ausgewiesen. Rund 20% hiervon sind als Puffer vorgesehen, um mögliche Überraschungen beim Bau aufzufangen. Bei einem kalkulierten Verkaufspreis von 1.886 US-Dollar je Tonne und einer Jahresproduktion von 44.200 Tonnen, könnte der jährliche operative Überschuss bei rund 52 Mio. CAD liegen. Die Kosten für den Bau könnten nach Steuern innerhalb von 2,8 Jahren wieder zurückgezahlt sein. Ende Juni planen die Kanadier die Veröffentlichung einer finalen Machbarkeitsstudie, die die Zahlen aus der PEA bestätigen soll.

Abnahmevereinbarung verschafft Glaubwürdigkeit

Wie Eingangs erwähnt tummelten sich 2012 viele dubiose Gesellschaften im Graphitmarkt, der so ein negatives Image erhielt. Im Dezember 2013 ging Focus dann schließlich einen Abnahmevertrag über mindestens 20.000 Tonnen pro Jahr und einer Laufzeit von 10 Jahren mit einem chinesischen Konsortium ein. Die Aktie explodierte innerhalb weniger Tage und stieg von 0,25 auf 0,69 CAD an. Die Vereinbarung verschaffte die notwendige Glaubwürdigkeit. Bei einem Treffen mit dem Management vergangene Woche in Frankfurt, eröffnete man uns, dass noch im zweiten Quartal eine weitere Vereinbarung mit einem bekannten japanischen Elektronikkonzern folgen soll. Daran soll dann auch ein Teil der Finanzierung der Mine gekoppelt sein. Der Spatenstich in Quebec wird für das Frühjahr 2015 erwartet. Der Zeitrahmen ist eng gestrickt, zumal noch notwendige Genehmigungen und die Finanzierung der Mine ausstehen. Dennoch:  …

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Bild: Focus Graphite
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