Dienstag , 15 Oktober 2019
Syrah Resources: Australier werden Teslas Gigafactory beliefern

Syrah Resources: Australier werden Teslas Gigafactory beliefern

Den australischen Graphitexplorer Syrah Resources hatten wir Ende Januar ohne große Vorankündigung in unser Musterdepot aufgenommen. Hintergrund war, dass wir ein Gerücht aus einer verlässlichen Quelle aufgeschnappt hatten, wonach die Australier angeblich kurz davor stehen würden, eine Abnahmevereinbarung mit dem amerikanischen Elektrofahrzeughersteller Tesla zu unterschreiben. Geduld war gefragt. Da die Aktie aber konstant über unserem Einstiegskurs handelte, blieben wir dabei. Unsere Geduld sollte sich dabei auszahlen. Am 09.06. meldete Syrah endlich, dass man eine Abnahmevereinbarung mit dem japanischen Handels– und Investmenthaus Marubeni unterschrieben habe. Über drei Ecken landen wir allerdings bei Tesla.

Die Abnahmevereinbarung umfasst ein jährliches Volumen von 50.000 Tonnen (~22% der geplanten Jahreskapazität) an beschichtetem und unbeschichtetem Kugelgraphit (engl. „spherical graphite“). Marubeni erhält zudem das Exklusivrecht, Syrahs Produkt in Japan und Korea zu vertreiben. Außerdem lässt die offizielle Pressemitteilung durchklingen, dass man – mit Syrahs Zustimmung – bereits eine Abnahmevereinbarung mit einer Tochtergesellschaft eines japanischen Großkonzerns außerhalb des oben erwähnten Rechtsgebietes eingegangen sei.

Syrah spricht in der selben Meldung davon, dass man intern bereits eine erste Wirtschaftlichkeitsstudie bezüglich einer Verarbeitungsanlage in den Vereinigten Staaten erstellt habe.

Wir haben für Sie jetzt einmal 1 und 1 zusammen gezählt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich bei der japanischen Gesellschaft nur um Panasonic handeln kann. Im Rahmen eines Joint-Ventures mit Tesla bauen die Japaner die „Gigafactory“ in Nevada, die erhebliche Mengen an Graphit benötigen wird, um die ehrgeizigen Produktionsziele von Tesla-CEO Elon Musk erfüllen zu können.

Sollten wir mit unserer Vermutung falsch liegen, könnte der Kunde aber auch LG sein, die ebenfalls eine „Gigafactory“ in den USA planen.

Syrah hat bis Ende 2019 Zeit, um das kommerzielle Produktionsniveau zu erreichen, damit der Vertrag wirksam wird. Anschließend hat die Vereinbarung eine Laufzeit von fünf Jahren. Leider verliert man in der Pressemeldung kein Wort über die finanziellen Komponenten des Deals. Weder werden Preis je Tonne definiert noch wird erwähnt, ob Marubeni sich an den Baukosten der Mine beteiligen würde.

Unser spekulativer Trade ist aufgegangen und hat uns bisher einen Gewinn von 80% beschert.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 170

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Bild: Syrah Resources
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