Samstag , 27 November 2021

Aktie der Woche: Silver Standard ist der Gold- und Silberproduzent für das neue Jahr

Am 23. und 24. November fand in San Francisco der Silver Summit zusammen mit der Resource Expo statt. Wir waren für Sie vor Ort und haben uns auf die Suche nach Neuem gemacht. Sie wissen ja, dass wir weiterhin nach einem Silberproduzenten für unsere Empfehlungsliste und unser Musterdepot suchen. Dabei stießen wir auf Silver Standard Resources. Diesen Montag hatten wir einen weiteren Conference Call mit dem Unternehmen und sind überzeugt, dass es sich lohnt, Ihnen den Titel kurz vorzustellen.

Zweigleisig zum Erfolg

Bis zum April 2014 war Silver Standard ein reiner Silberproduzent mit einer Mine in Argentinien. Im Frühjahr letzten Jahres akquirierte man für 275 Mio. US-Dollar die Marigold-Goldmine in Nevada von Goldcorp und Barrick Gold. Mit dem Zukauf konnte Silver Standard erfolgreich sein Risikoprofil erweitern und ein zweites Standbein außerhalb Argentiniens aufbauen. Zwar wurde Präsidentin Crisitina Kirchner jüngst durch Mauricio Macri, einem Ingenieur, ersetzt, doch bis die politischen Veränderungen auch in der Bergbauindustrie ankommen, wird es sicher noch eine Weile dauern.

Marigold eine Goldgrube

Im Jahr 2013 produzierten die Majors auf Marigold rund 163.000 Unzen Gold. Unter der Führung des erfahren Managementteams von Silver Standard wurde die Produktion nach und nach optimiert. Ein ausschlaggebender Punkt für die Akquisition war unter anderem die Tatsache, dass erst 2012 und 2013 rund 160 Mio. US-Dollar von den bisherigen Betreibern in die Infrastruktur der Mine investiert wurden. So wurden ein neuer Seilbagger und sechs neue Trucks angeschafft, die die Abbaukapazität in den letzten Quartalen deutlich erhöht und die Betriebskosten bzw. die Kosten je abgebauter Tonne senken konnten. Jeder Cent, der hier gespart werden kann, wirkt sich mit 750.000 US-Dollar auf das Jahresendergebnis aus. Bereits früh in diesem Jahr hat man die Produktionsguidance auf 195.000 bis 205.000 Unzen Gold angehoben und die Cashkostenprognose auf 700 bis 750 US-Dollar gesenkt. Im Q3 produzierte man 41.000 Unzen Gold zu Cashkosten von 719 US-Dollar je Unze.

Silber kommt aus Argentinien

In Südamerika produzierten die Kanadier im Q3 ca. 2,6 Mio. Unzen Silber zu Cashkosten von 11,02 US-Dollar je Unze. Die Guidance wurde auch hier im Jahresverlauf nach oben korrigiert und liegt bei 9,5 bis 10,5 Mio. Unzen Ag zu Cashkosten von 10,50 bis 11,50 Dollar je Unze.

Zukäufe als Treiber

Ein weiteres Ziel des Managements ist es, beide Betriebe langfristig auszubauen. So hat man in Nevada jüngst die Valmy-Projekt von Newmont Mining gekauft, dass Marigold bisher umschloss. In Argentinien arbeitet man mit Golden Arrow Resources in einem Joint-Venture zusammen, um mit Hilfe des Chinchilla-Projektes das Minenleben der Pirquitas-Mine zu verlängern. Daneben verfügt Silver Standard über 383 Mio. US-Dollar an Barreserven in Form von Cash, Aktien von Pretium Resources (~107 Mio. US-Dollar) und einen Kreditrahmen (~75 Mio. US-Dollar). Demgegenüber stehen Schulden in Form von einer Wandelanleihe in Höhe von 255 Mio. CAD. Die trotzdem solide Bilanz soll laut eigenen Aussagen für den Zukauf einer weiteren Mine eingesetzt werden. Ein eigenes Inhouse-M&A-Team schaut sich derzeit laufende Minenbetriebe in Nord– und Südamerika an. Der Plan: aufkaufen und optimieren. Die Aktie selbst hat noch Luft nach oben. Das Ende Oktober markierte 52-Wochen Hoch liegt bei 10,56 CAD.

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Bild: Silver Standard Resources

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