Freitag , 26 Februar 2021

Munich Re: Schlechte Zahlen lassen Anleger kalt

Die Munich Re überraschte die Märkte vor zwei Wochen mit schlechten Quartalszahlen. Das operative Ergebnis lag im Q3 lediglich bei 579 Mio. Euro und damit 36,3% unter dem Vorjahr. Als Ursache nannte CFO Jörg Schneider die Turbulenzen an der Börse, die sich „mit einem unterdurchschnittlichen Veräußerungsergebnis, Abschreibungen auf Aktien und Verlusten aus derivativen Absicherungsinstrumenten“ bemerkbar gemacht hätten. Insofern handelt es sich um einen einmaligen Ausrutscher. Allerdings bleibe das Geschäftsumfeld „herausfordernd“, wie die Rückversicherungsgesellschaft einräumte. Der Preisdruck bei Prämien ist hoch, zudem machen die niedrigen Zinsen das Anlagegeschäft schwierig. Für die Tochter Ergo kündigte der Konzern zudem eine neue Strategie für das Frühjahr an. Bei der Privatkunden-Einheit ging das operative Ergebnis um rund ein Drittel zurück.

Anleger bleiben dabei

Die Anleger scheint das aber kaltzulassen. Derzeit blickt der Markt bei der Munich Re eher auf die Kaufargumente. Da wären: das Unternehmen hat die Jahresprognose (Gewinn bei mindestens 3 Mrd. Euro) trotz des Ergebnisrückgangs im Q3 bestätigt. Zudem fährt der DAX-Konzern ein Aktienrückkaufprogramm. Und auch die Dividendenrendite kann sich mit etwas mehr als 4% sehen lassen. Wir liegen bei der Aktie seit Mitte Juli mit rund 7% im Plus.

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Bild: pixabay / Jan Mallander

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