Samstag , 17 August 2019
Exklusiver Sonderreport zum Precious Metals Summit 2016 | Teil 2 | Coeur Mining, Orex Minerals, Eastmain Resources, Barkerville Gold Mines, Luna Gold, Marathon Gold, Golden Queen Mining, Avnel Gold

Exklusiver Sonderreport zum Precious Metals Summit 2016 | Teil 2 | Coeur Mining, Orex Minerals, Eastmain Resources, Barkerville Gold Mines, Luna Gold, Marathon Gold, Golden Queen Mining, Avnel Gold

Aus Ausgabe 181 vom 21.09.2016 – Exklusiver Sonderreport

TEIL 2

Im Zuge dessen kam es zu einem feindlichen Übernahmeangebot, dass mit Hilfe eines weißen Ritters abgewehrt werden konnte. Dieser war Integra Gold, ebenfalls ein Explorationsunternehmen, dass rund 6 Mio. CAD in Eastmain investierte. Gleichzeitig wurde der Aufsichtsrat um Integras Expertise aufgestockt. Rund zwei Wochen später sammelte das Unternehmen weitere 10 Mio. CAD am Markt ein. Laut Aussagen von Neu-CFO Joe Fazzini, den wir bereits vor drei Jahren als Analysten von Dundee Capital Markets kennen lernten, war das Placement dreifach überzeichnet. Man hätte also sogar über 30 Mio. CAD von Anlegern bekommen können. Regularien der Börse in Toronto verhinderten dies jedoch, da man erst kurz davor die Finanzierung mit Integra eintütete. Wie wir in Gesprächen mit Investoren im Laufe der Konferenz erfahren konnten, ist Eastmain derzeit in aller Munde. Dies wird auch in der bereits soliden Bewertung von heute 145 Mio. CAD widergespiegelt. Die Aktie notiert aktuell bei 0,88 CAD, der Analystenkonsens sieht ein Kursziel von 1,25 CAD als gerechtfertigt an. Auch wir sehen noch Potential bei dem Titel, denn derzeit erhält Eastmain lediglich Kredite für eines von drei äußerst aussichtsreichen Projekten vom Markt. Dabei sind auch die beiden andere Projekte, eine alte Mine, die kurzfristig in Produktion gebracht werden könnte, und ein Joint-Venture mit Goldmajor Goldcorp in unmittelbarer Nähe von deren neuer Eleonore-Mine, einen Blick wert. Eastmain ist außerdem derzeit eines der aktivsten Unternehmen in Sachen Exploration. Alleine im zweiten Halbjahr 2016 plant das Unternehmen 12,6 Mio. CAD zu investieren. So sollen auf dem Eau Claire Projekt, dem derzeitigen Flaggschiff, 63.300 Meter gebohrt werden. Rund 10.000 Meter davon habe man bereits niedergebracht. Bohrergebnisse aus dem laufenden Programm und eine neue Ressourcenstudie, die für das erste Quartal 2017 geplant ist, dürften dabei die Aktie tragen und den Kurs stützen.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN FINDEN SIE IN AUSGABE 181

ABONNIEREN SIE KOSTENLOS DAS INVESTOR MAGAZIN

20160914_111257

Altbekannter Explorer hat neue Chance verdient

Eine Aktie, die wir seit dem Start des Investor Magazins wie der Teufel das Weihwasser gemieden haben, ist Barkerville Gold Mines. Der Skandal um falsche oder gar gefälschte Ressourcenschätzungen und der Eindruck, den wir vom früheren Vorstandschef hatten, hat uns einen weiten Bogen um diesen Titel machen lassen. Doch in den vergangenen 12 Monaten hat sich so einiges getan und das Unternehmen hat eine zweite Chance verdient. Die wichtigste Neuerung vorweg, der alte CEO ist längst nicht mehr an Bord und auch der frühere Aufsichtsrat, der primär aus Freunden des Ex-CEOs bestand, wurde komplett neubesetzt. Diese personellen Veränderungen sind es auch, die die Aktie wieder in unseren Fokus zurückbrachten.

Wir trafen uns in Beaver Creek mit Neu-CEO Chris Lodder und Aufsichtsratsmitglied Tom Obradovich. Beide sind wahre Experten ihres Fachs und blicken auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück. Komplettiert wird das Managementteam von ehemaligen Mitgliedern des erfolgreichen Osisko-Teams. Osisko wurde ja bekanntlich  Mitte 2014 für 3,9 Mrd. CAD von Yamana und AgnicoEagle übernommen. So ist nun auch Sean Roosen, ex-CEO von Osisko, als Aufsichtsratschef mit von der Partie. Auch unser alter Bekannter Tony Makuch, ehemals CEO von Lake Shore Gold, ist nun Mitglied des Aufsichtsrates. Die Vergangenheit hat immer wieder bewiesen, dass man stets erfolgreichen Managementteams folgen soll.

Bei Barkerville stimmt jedoch nicht nur das Personal, auch die Projekte in British Columbia haben Hand und Fuß. Sie gefallen uns in vielerlei Hinsicht. Zum einen kontrolliert Barkerville ein riesiges Landpaket (2.119 km²), auf dem schier unzählige Ziele vorhanden sind. Alleine in jüngster Vergangenheit hat man 131 neue Bohrziele identifizieren können. Doch der Fokus liegt aktuell eigentlich auf zwei Hauptprojekten. Zum Einen plant man bereits im ersten Quartal 2017 die Bonanza Ledge-Mine wieder in Produktion zu bringen. Hiervon erhofft man sich eine jährliche Goldproduktion von 35.000 bis 50.000 Unzen Gold. Der Cashflow soll zum Teil für die Explorations- und Erschließungskosten von Cow Mountain verwendet werden. Die Bonanza-Mine hat lediglich eine Verarbeitungskapazität von rund 550 Tonnen pro Tag. Die neue Mühle auf Cow Mountain soll mindestens 3.500 Tonnen pro Tag verarbeiten können. Die Kosten für den Produktionsstart der kleineren Anlage schätzt Barkerville auf 7 Mio. CAD und das Minenleben werde etwa 5 Jahre betragen. Finanziell steht Barkerville exzellent da. Das neue Managementteam hat es geschafft, bestehende Schulden in Aktienkapital umzuwandeln und gleichzeitig das Unternehmen zu rekapitalisieren.

Nach dem Verkauf einer Royalty in Höhe von 1,5% an Osisko Gold Royalties für 25 Mio. CAD und diversen Finanzierungsrunden, blickt man derzeit auf Cashreserven von rund 43 Mio. CAD. Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt rund 214 Mio. CAD. Osisko Gold Royalties hält weiterhin 16% der Aktien an Barkerville, weitere 17% liegen bei Osisko Mining und 19% der Aktienanteile gehören dem  kanadischen Mining-Milliardär Eric Sprott. Die Aktie handelt derzeit nah am 52-Wochen Hoch. Dennoch sehen wir mittel- bis langfristig Potential, zumal im ersten Quartal die Goldproduktion anlaufen soll. Zu gerne hätten wir die Aktie auch in unser Wikifolio Rohstoffe aufgenommen, doch leider bietet Lang & Schwarz den Titel nicht zum Kauf an.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN FINDEN SIE IN AUSGABE 181

ABONNIEREN SIE KOSTENLOS DAS INVESTOR MAGAZIN

20160914_133714

Neustart mit altbekannten Haudegen

Unser dritter Favorit im Bunde ist Luna Gold. Bis vor wenigen Wochen hatten wir noch nie von dem Unternehmen gehört. Doch mit einem Schlag ist die Gesellschaft nach ganz oben auf unsere Watchlist gewandert. Erst am 15. August sind nämlich uns zwei gut bekannte Manager an Bord gekommen: Christian Milau und David Laing. Aufmerksame Leser des Investor Magazins kennen die beiden noch als CEO und COO von True Gold Mining, ehe das Unternehmen von Endeavour Mining übernommen wurde. Aber nicht nur Milau und Laing sind von True Gold zu Luna Gold gewechselt, quasi die gesamte Führungsriege hat sich dem komplett neu aufgestellten Unternehmen angeschlossen.

Noch vor kurzem wäre Luna Gold fast in die Insolvenz gerutscht. Mitte 2015 musste man die Produktion auf dem Aurizona Projekt in Brasilien einstellen. Die Verarbeitungsanlage war für weiches Saprolith-Material gebaut worden, doch bei einer erneuten Betrachtung der Ressource und des Gesteins kam man zu dem Ergebnis, dass ein Großteil der Ressource falsch ausgewiesen war. Das zu verarbeitende Material ist Luna ausgegangen und kostete fast dem Unternehmen die Existenz. Die beiden Großaktionäre, der australische Private Equity Fund Pacific Roads und die kanadische Royaltygesellschaft Sandstorm ließen die Gesellschaft am Leben. Pacific Roads hält vollverwässert derzeit fast 60% der ausstehenden Aktien und Sandstorm kommt auf rund 20%. Das Managementteam hält 4%. CEO Christian Milau erzählte uns, dass er persönlich jüngst 1 Mio. CAD investierte. Zwar lasten noch 40 Mio. CAD Schulden auf dem Unternehmen, doch diese Verbindlichkeiten gehören Pacific Roads. Gleichzeitig hält die PE-Gesellschaft 35 Mio. CAD in Warants. Die Australier investierten jüngst weitere 5 Mio. CAD in Luna durch die Ausübung von Warrants. Derzeit hat Luna Gold also rund 15 Mio. CAD an Barreserven auf dem Konto.

Die vorhandenen Mittel planen Milau und Laing für die Erstellung einer finalen Machbarkeitsstudie (engl. Feasability Study) aufzuwenden. Wir rechnen mit deren Fertigstellung im zweiten Halbjahr 2017. Eine erst vor 10 Tagen veröffentlichte Vormachbarkeitsstudie (engl. Pre-Feasability Study) weist die Baukosten mit 147 Mio. CAD aus. Darin enthalten sind jedoch auch die Kosten für eine Miningflotte, die jedoch auch geleast werden könnte. Die neuen Studien sind übrigens notwendig, weil die Mine komplett neu kalibriert werden muss und ein neues Frontend bekommen wird. Dies bedeutet, dass komplett neue Brecher installiert und gekauft werden müssen. Bei einem Goldpreis von 1.250 US-Dollar je Unze liegt der IRR jedoch bei sehr guten 34%. Die All-In Produktionskosten sollen laut Studie bei 709 US-Dollar Unze liegen. Milau und Laing bestätigen uns, dass Luna Gold quasi eine 1:1 Kopie von Karma, der True Gold-Mine in Burkina Faso ist. CAPEX, Jahresproduktion und viele andere Parameter, unter anderem auch die Geologie –

HIER GEHT ES ZU TEIL 3

ZURÜCK ZU TEIL 1

 

ABONNIEREN SIE KOSTENLOS DAS INVESTOR MAGAZIN

Bilder: Redaktion
Nach oben scrollen