Samstag , 17 August 2019
Der Silbercrash vom 20. Mai 2013

Der Silbercrash vom 20. Mai 2013

Der Pfingstmontag wird vielen Edelmetallinvestoren in schlechter Erinnerung bleiben. Insbesondere Silberinvestoren mussten leiden, während sie mit ansahen, wie der Preis für eine Unze auf den niedrigsten Stand seit Herbst 2010 fiel. Im Tief lag der Preis bei 20,33 US-Dollar je Unze Silber und wies intraday Verluste von bis zu 8,3% aus. Im Tagesverlauf konnte sich Silber aber wieder über die Marke von 22 US-Dollar retten. Schuld an dem Einbruch soll eine einzige Verkaufsorder aus Asien gewesen sein. Andere sehen aber auch eine Verbindung zu den zurückgehenden Inflationsraten. Silber und Gold gelten für viele als Inflationsschutz. Da in den Industriestaaten die Verbraucherpreise aber stabil bleiben, geraten die Edelmetalle unter Druck, so die Erklärung. Gold fiel am Montag ebenfalls auf 1.339 US-Dollar je Unze, konnte den Tag aber mit fast 50 US-Dollar im Plus beenden.

Von Edelmetallen in Aktien

Während Dow Jones und DAX täglich neue Rekorde aufstellen, läuft der Rohstoffmarkt der Hausse hinterher. Nicht zu unrecht, gehen Marktteilnehmer doch davon aus, dass viele Investoren ihre Portfolios umschichten, um an der Rallye der großen Indizes teilzunehmen. Solange der Markt weiter mit billigem Geld und niedrigen Zinsen genährt wird, dürfte diese auch anhalten. Der negative Trend bei Gold und Silber könnte daher noch eine Weile anhalten, da die Exchange Traded Products („ETPs“) weiterhin Mittelabflüsse verzeichnen. Die physische Nachfrage, vor allem in Ost– und Südasien, kann den Preisverfall nur zum Teil auffangen.

 

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 29  DES INVESTOR MAGAZINS

 

Bild: Heraeus Holding
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