Sonntag , 27 Oktober 2019
Marktkommentar vom 24.07.2013

Marktkommentar vom 24.07.2013

Liebe Leser!

Es herrscht Ferienzeit in Frankfurt und anderswo an den wichtigsten Börsenplätzen dieser Welt. Dementsprechend dünn fielen zuletzt die Handelsumsätze aus. Dabei gibt es eine Menge zu berichten. Die Zahlensaison in den USA hat begonnen und zeigt bisher ein gemischtes Bild. Schwergewichte wie Apple überraschten mit besser als erwarteten Zahlen, andere Indikatoraktien wie UPS enttäuschten dagegen. Der Markt spiegelt damit die Lage der Weltkonjunktur wider. Weder gibt es Anlass zu größerem Optimismus, noch muss man in eine Depression verfallen. Wir würden es bereits als Erfolg sehen, wenn der Markt den Sommer ohne großen Schaden übersteht und erinnern uns mit Grausen an den August 2011 zurück, als die Aktienindizes ohne Vorwarnung zum Sturzflug übergingen.

China zieht eine neue Grenze

Lange galt es als Mantra am Markt, das Chinas Wachstum nicht unter die 8%-Marke fallen dürfe. Das würde das Risiko sozialer Spannungen im Riesenreich zu deutlich erhöhen, hieß es unisono. In den letzten Monaten allerdings hatte die Volksrepublik schon ein wenig zurückgerudert. Nun heißt es ganz offiziell in Beijing, dass das BIP-Wachstum nicht unter 7% fallen dürfe. Wie man das erreichen will? Offensichtlich sind nun doch Programme im Infrastrukturbereich geplant. Dies soll der Finanzminister noch vor einigen Wochen gegenüber US-Regierungsvertretern ausgeschlossen haben. Sollte es tatsächlich zu größeren Stimulus-Maßnahmen kommen, hätte das massive Auswirkungen auf die Rohstoffpreise. China ist schließlich der wichtigste Metallkäufer der Welt.

Wie geht es beim Goldpreis weiter?

Mit Spannung schauen die Rohstoffinvestoren aber jetzt auch auf den Goldpreis. Das Edelmetall hat sich erholt und notiert deutlich über der Marke von 1.300 US-Dollar je Unze. Wenn keiner so richtig weiterweiß, dann schlägt in der Regel die Stunde der Historiker und Charttechniker. Zwei Szenarien bieten sich an: Zum einen eine V-Erholung, wobei der Preis dann aus dem Tief recht zügig zulegt. Dann könnte es schnell Richtung alter Widerstände gehen. Oder aber es gibt eine W-förmige Erholung. Dann droht nach einer ersten Erholungsphase noch einmal ein Testen der Jahrestiefs. Was wahrscheinlicher ist, kann Ihnen niemand sagen. Aber wir halten beides für zu optimistisch. Wahrscheinlicher ist, dass der Preis sich in Abhängigkeit von der Entwicklung an den Zinsmärkten kontinuierlich hocharbeiten kann. Das Störfeuer wird aber bleiben.

Sommerpause

Die Redaktion des Investor Magazins geht nun für zwei Ausgaben in die Sommerpause. Sollte es zu unerwarteten Ereignissen kommen, werden wir natürlich kurzfristig berichten. Andernfalls erhalten Sie die nächste Ausgabe am Mittwoch, den 14. August.

Ihre Redaktion vom Investor Magazin

Bild: Martin Kolb / pixelio.de

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