Sonntag , 27 Oktober 2019
Top 14 Goldreserven 2015 – So viel bunkern die Staaten und Notenbanken

Top 14 Goldreserven 2015 – So viel bunkern die Staaten und Notenbanken

Seit Jahresanfang liegt der Goldpreis in US-Dollar gerechnet mit rund 18% im Plus. In den vergangenen Jahren haben vor allem private Anleger beherzt zugegriffen, sie orderten überwiegend physisch (Barren und Münzen). Sie treibt die Sorge um ihre Währung. Die Angst sorgt aber nicht nur in Euroland für steigende Käufe. Nachdem der US-Dollar vor rund 18 Monaten begann, gegenüber Schwellenländerwährungen zuzulegen und gleichzeitig der Ölpreis kräftig fiel, wurde auch in den Emerging Markets wieder eine steigende Nachfrage nach dem gelben Metall festgestellt. In Russland, Brasilien oder in der Türkei soll Gold nämlich vor allem vor der Inflation schützen.

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China: Luft nach oben

Institutionelle Investoren haben auf der anderen Seite für einen stetigen Zufluss über ETFs gesorgt. Die weitgehend staatlich dominierten Notenbanken haben sich zuletzt aber am Goldmarkt zurückgehalten. Nachdem vor allem Schwellenländer und der Reserveriese China in den vergangenen Jahren regelmäßig zukauften, galt im Februar und März die Devise: Zurückhaltung. Peking beispielsweise stockte seine Vorräte lediglich um addiert 19 Tonnen auf, wie aus den monatlichen Daten der People Bank of China hervorgeht. Dabei haben gerade die Chinesen noch ordentlich Luft nach oben. Per Ende März lagen deren Goldreserven laut Internationalem Währungsfonds (IMF) bei 1.788,4 Tonnen. Damit belegt man weltweit zwar Platz sechs. Allerdings macht das Edelmetall nur rund 2,2% der gesamten Reserven des Milliardenvolks aus. Die KP hat das Ziel ausgegeben, die Devisenreserven weiter zu diversifizieren und weniger vom US-Dollar abhängig zu sein. Damit sollten die Goldkäufe stetig beibehalten werden.

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USA vorn, Deutschland dahinter

An der Spitze des Rankings liegen weiterhin die USA, die rund 8.133,5 Tonnen Gold besitzen. Das entspricht etwa einem Viertel der staatlichen Goldreserven der Welt. Es folgen Deutschland mit 3.381 Tonnen sowie der IMF mit 2.814 Tonnen. Auf Platz sieben kommt bereits Russland, dass trotz des Absturzes des Ölpreises 2014 und 2015 noch ordentlich zugekauft hatte. Aktuell sitzt Moskau auf Goldreserven von 1.447 Tonnen. Klassische Goldhandelsländer wie Indien oder die Türkei, aber auch die Europäische Zentralbank belegen die Plätze 11, 12 und 13.

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Gold: Wie geht es weiter?

Wir rechnen damit, dass die Notenbanken der Schwellenländer ihre Reserven weiter aufstocken werden. Sie weisen durchweg eine niedrigere Verschuldung als die meisten westlichen Staaten auf. Kurzfristig könnte dem Goldmarkt aber ein wenig der Schwung abhandenkommen. So üben derzeit nicht nur viele Staaten Zurückhaltung. Auch die Zuflüsse in Gold-ETF sind fast zum Erliegen kommen, wie Bloomberg jüngst ermittelte. Teilweise gab es Netto-Abflüsse. Dies erklärt auch die seit Mitte Februar anhaltende Seitwärtsbewegung beim Goldfixing.

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Top-14-Goldreserven-04-2016

Bild: Lake Shore Gold (Tahoe Resources)
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