Sonntag , 27 Oktober 2019
SAP ist vorsichtig

SAP ist vorsichtig

Der Softwarekonzern SAP hat Zahlen zum Geschäftsjahr 2013 vorgelegt und damit die Anleger enttäuscht. So legte der Umsatz währungsbereinigt zwar um 11% auf 14,03 Mrd. Euro zu. De facto lag das Plus aber nur bei 6%, da der starke Euro den Walldorfern zu schaffen machte. Der Gewinn je Aktie wurde um 11% auf 3,37 Euro verbessert. Die Märkte hatten etwas mehr erwartet. Insbesondere die Zahlen des Hoffnungsträgers Hana schmeckten nicht. Hier lag das Umsatzplus zwar bei 61%, doch da hat der Konzern wohl selbst die Erwartungen etwas zu sehr geschürt. Bis 2017 will der DAX-Konzern den Umsatz auf 22 Mrd. Euro erhöhen und davon 3 bis 3,5 Mrd. Euro aus dem Cloud-Geschäft einfahren. SAP gab zudem den Ausblick für dieses Geschäftsjahr bekannt. Das Unternehmen erwartet, dass die Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und -Support im Gesamtjahr in einer Spanne zwischen 950 Mio. Euro und 1 Mrd. Euro liegen werden. Zudem soll sich das Wachstumstempo bei den Erlösen aus Software und softwarebezogenen Services von 11% auf 6-8% verlangsamen. Beim Betriebsergebnis werden 5,8 bis 6 Mrd. Euro angestrebt. Der Ausblick enttäuschte offensichtlich viele Anleger, denn die Aktie (59,27 Euro; DE0007164600) gab zunächst deutlich nach. Vor allem die Verschiebung des Margenziels auf 2017 erschreckte. Wir bleiben zwar langfristig optimistisch, da wir erstens von einem sehr vorsichtigen Ausblick des Managements ausgehen. Die dynamische Entwicklung im vergangenen Jahr hatte zunächst auch niemand erwartet. Zudem sollte der Konzern mit dem Ausbau des Cloud-Geschäfts besser fahren. Kurzfristig aber könnte die Aktie etwas unter Druck bleiben.

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Bild: SAP
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