Samstag , 17 August 2019
Fission Uranium: Chinesischer Staatskonzern sichert sich Zugriff auf Kanadas Uran

Fission Uranium: Chinesischer Staatskonzern sichert sich Zugriff auf Kanadas Uran

Vor zwei Wochen haben wir Ihnen in Ausgabe 149 den Uranexplorer Fission Uranium als unsere „Aktie der Woche“ vorgestellt. Zum einen sahen wir nach der geplatzten Fusion mit Denison Mines sahen eine Bodenbildung im Chart; zum anderen schnappten wir während unserem Besuchs auf der Mines & Money Konferenz in London Anfang des Monats ein Gerücht auf. So sollte eine größere Transaktion in den nächsten Wochen anstehen. Wir spekulierten allerdings, dass ein größerer Konkurrent seine Finger ausstrecken würde. Es sollte anders nun kommen.

Am Montag ließ Fission die Bombe platzen und meldete, dass man mit dem chinesischen Staatskonzern CGN Mining eine verbindliche Absichtserklärung unterschrieben habe. Die sieht vor, dass die Chinesen insgesamt 82,26 Mio. CAD in Fission investieren, um sich einen 19,9% Anteil zu sichern. Im Gegenzug werden die Kanadier rund 97 Mio. neue Aktien zu 0,85 CAD ausgeben. Der Preis je neuer Aktie liegt somit deutlich über dem aktuellen Kurs bzw. dem Kurs am Tag der Meldung, nämlich 25%. Die neuen Aktien werden ohne weitere Kaufoptionen ausgegeben und haben eine Haltefrist von vier Monaten ab dem Tag des Transaktionsabschlusses. Als Stichtag hierfür nannte man in der Pressemitteilung den 11. Januar 2016, also noch vor dem chinesischen Neujahrsfest. Dies unterstreicht aus unserer Sicht die Ernsthaftigkeit der Chinesen, diesen Deal zu machen. Allerdings benötigen die Chinesen, die an der Börse in Hong Kong quotiert sind, noch die Zustimmung ihrer Aktionäre, die sie bis spätestens 26. Februar einholen müssen.

Neben der Finanzspritze planen die Asiaten zusätzlich Verhandlungen mit Fission über eine mögliche Abnahmevereinbarungen für Uran, dass auf dem unternehmenseigenen PLS-Projekt abgebaut werden soll. CGN ist ein Uraniumhändler und eine indirekte Tochtergesellschaft des staatlichen Kraftwerkbetreibers China General Nuclear Power Corp. Laut der World Nuclear Association baut China derzeit 21 Reaktoren. Bis 2021 soll sich die Atomstromproduktion verdreifachen. Noch trauen die Investoren dem Braten nicht. Mitte Januar wissen wir mehr.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 151

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Bild: Fission Uranium
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