Sonntag , 27 Oktober 2019
Detour Gold: Das Geld vermehrt sich von selbst

Detour Gold: Das Geld vermehrt sich von selbst

Auf US-Dollar- und Jahressicht betrachtet, wusste der Goldpreis 2014 nicht zu überzeugen. Am Ende stand zwar eine schwarze Null, doch in anderen Währungen konnte das Edelmetall Gewinne verzeichnen. Auf Eurobasis  legte Gold immerhin solide um 12% zu. Schuld an dem dahindümpelnden Preis war der weiterhin von guten Wirtschaftsdaten getriebene, starke US-Dollar. Doch seit Jahresanfang kam es beim Goldpreis zu einer Trendumkehr und die 200-Tage Linie konnte nach oben durchbrochen werden. So liegen wir in den ersten drei Wochen des neuen Jahres bereits 9% im Plus. Makroökonomische Entwicklungen in Europa (Neuwahlen in Griechenland, QE der EZB, …) gelten hier als Grund. Doch wie profitiert man als Aktienanleger im Rohstoffbereich von diesen beiden Trends?

Andere Währungsräume bieten Anleger Chancen

Wie eingangs erwähnt, konnte der Goldpreis in anderen Währungen betrachtet 2014 durchaus zu legen. Diese Tatsache wollen wir uns zu Nutze machen. Neben Australien ist Kanada weltweit führend im Minengeschäft und die lokale Währung, der kanadische Dollar, wertet fast täglich weiter gegen den US-Dollar ab. Noch vor zwei Jahren kam es auf Grund der wirtschaftlichen Stärke Kanadas (u.a. wegen des Ölbooms in Alberta und der soliden Bankenwirtschaft) zur Parität der beiden Währungen. Heute erhält man für jeden kanadischen Dollar nur noch 83 US-Cent.

Den Hebel richtig ansetzen

Wir haben deshalb nach Minengesellschaften Ausschau gehalten, die ihre Minen und Projekte primär in Kanada betreiben. Da Gold in US-Dollar gehandelt wird, die Kosten aber in kanadischen Dollar anfallen, ergibt sich derzeit ein doppelter Hebel. Der steigende Goldpreis und der starke US-Dollar sorgen für täglich wachsende Margen. Der Goldpreis in kanadischen Dollar betrachtet, notiert weiterhin auf einem hohem Niveau von 1.566,45 CAD je Unze. Diesen Hebel machen wir uns bereits bei unserem Empfehlungswert Aurico Gold (+26,6% seit Erstempfehlung) zu nutze. Da wir nicht von einer Trendumkehr in allzu naher Zukunft ausgehen, haben wir nach einem weiteren Wert Ausschau gehalten, der hiervon profieren dürfte. Hierbei sind wir auf den Produzenten Detour Gold (13,59 CAD; CA2506691088) gestoßen. Mit 2,1 Mrd. CAD Marktbewertung sind die Kanadier sicher nicht mehr günstig, doch wir sehen durchaus Potential bei dem Titel. Beleg dafür, dass das Ganze kein Hirngespinst unsererseits ist, ist die offizielle Kostenkalkulation von Detour. Die Kanadier rechnen mit einem Umrechnungskurs von 1 US-Dollar zu 1,15 CAD. Tagesaktuell erhält man jedoch 1,21 CAD.

Größter unabhängiger Minenbetreiber

Detour betreibt eine der weltweit größten, wenn nicht gar die größte Mine, die nicht zu einem der großen Bergbaukonzerne gehört. Jüngst legte die Gesellschaft ihre Produktionszahlen für 2014 vor und wusste zu überzeugen. Im vierten Quartal produzierte man 116.700 Unzen Gold und auf Jahressicht kamen die Kanadier auf 456.634 Unzen. Für 2015 plant das Management die Produktion auf mindestens 475.000 Unzen zu schrauben. Bestenfalls soll sogar eine Ausbeute von 525.000 Unzen machbar sein. Die Cashkosten sollen sich hierbei um die Marke von 900 US-Dollar bewegen. Die offiziellen Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2014 stehen noch aus. Bei Veröffentlichung der Produktionszahlen gab man lediglich an, dass die Cashkosten bei 875 US-Dollar je Unze in Q4 lagen. Die All-In Produktionskosten sollen sich in 2015 zwischen 1.050 und 1.150 US-Dollar je Unze bewegen. Jede weitere Kostensenkung dürfte sich entsprechend auf die Aktienkursentwicklung auswirken. Insbesondere im Q4 2015 könnte es durch den Zugang zu höhergradigem Gestein zu massiven Kosteneinsparungen kommen. So rechnet Detour selbst mit Cashkosten von 700 US-Dollar je Unze.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 106

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Bild: Detour Gold
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