Montag , 28 Oktober 2019
Platinum Group Metals: Explorationsprojekt als Katalysator

Platinum Group Metals: Explorationsprojekt als Katalysator

Die meisten Rohstoffe handeln weit unter ihren Hochs aus 2011. Gold fiel von über 1.900 US-Dollar auf bis zu 1.180 US-Dollar und Silber von fast 50 US-Dollar auf bis zu 18,42 US-Dollar. Zwar haben sich die Preise in den letzten Tagen erholt, Anleger sitzen aber zumeist noch auf Verlusten. Anders sieht es jedoch bei Palladium aus. Das Edelmetall handelt nur knapp unter den Höchstständen von 2011 und konnte sich dem allgemeinen Trend wiedersetzen. Grund hierfür ist die starke Nachfrage aus der Industrie, vor allem aus dem Automobilsektor. Eine Firma, die vom knappen Angebot in Zukunft profitieren könnte, ist Platinum Group Metals.

Platin– und Palladiummine in Südafrika

Platinum Group Metals (1,25 CAD; CA72765Q2053) unterhält einen 74% Anteil am Western Bushveld Joint-Venture. Es ist das Flagschiffprojekt der Gruppe. Die übrigen 26% werden von Wesizwe Platinum aus Südafrika gehalten. Bei dem Projekt handelt es sich um eine der letzten unentwickelten Lagerstätten in der Western Limb Region, aus der fast 75% der Platinweltproduktion stammt. Fast alle Platinminen der ersten Generation mit Schächten in Tiefen von 600 bis 1.000m sind erschöpft. Minen der zweiten Generation mit Schächten in Tiefen von über 1.000m stehen ebenfalls kurz vor der Erschöpfung. Der Erzkörper auf dem Western Bushveld Projekt liegt in Tiefen von nur 100 bis 600m und ist daher kostengünstiger zu erreichen und abbaubar. Es wird erwartet, dass Platinum Group Metals in Zukunft die Mine mit den niedrigsten Produktionskosten in der Branche sein Eigen nennen dürfte.

Nachfrage übertrifft Angebot

Im Juni diesen Jahres veröffentlichte die CPM Group einen ausführlichen Bericht zur Lage des Platinmarktes. So lag in 2012 die Nachfrage nach Platin mit 400.000 Unzen über der von der Industrie produzierten Menge. Die Produktion fiel in 2012 um 10,6%, nicht zuletzt auf Grund auf Arbeitsniederlegungen in den Platinminen von Lonmin, Impala Platinum und Anglo Platinum in Südafrika, wo rund 60% der Weltproduktion herkommt. Aber auch in Kanada, den USA und Russland ging der Abbau zurück. 2012 wurden in Südafrika zudem drei Minen und ein Betrieb zur Abraumverarbeitung geschlossen. 2013 sollte die Produktion weltweit wieder anziehen, dennoch dürfte eine Lücke zwischen Angebot und Nachfrage bestehen bleiben.

Produktionsbeginn für Mitte 2015 erwartet

Ursprünglich sollte die Produktion der Western Bushveld Mine Ende 2013 aufgenommen werden. Doch auf Grund einer langsameren Entwicklung der Südmine und einem Aussetzen der Arbeiten aus Sicherheitsgründen verzögert sich die erste Produktion von Konzentrat noch bis Mitte 2015. Auch meldete das Unternehmen einen Anstieg der Kosten, vor allem für Personal, Diesel und Strom. Diese werden aber von einem schwächeren Rand größtenteils aufgefangen. Die Analysten von Raymond James und CIBC sind jedoch die Verzögerungen betreffend nicht allzu besorgt. Zwar haben sie das Kursziel auf Grund eines niedrigeren Net-Asset-Values gesenkt, aber das Rating weiterhin bei „Outperform“ belassen. Grund hierfür ist , dass Platinum Group Metals mit dem Waterberg-Projekt noch ein Ass im Ärmel hat.

Explorationsprojekt als Zugpferd für die Aktie

Nach Analyst Alex Terentiew hat das Waterberg-Projekt das Potential eine große und kostengünstige Mine zu werden. Für die nächsten Monate erwartet er positive Nachrichten, unter anderem soll eine neue Ressourcenkalkulation veröffentlicht werden. Diese wird von uns schon in den nächsten Tagen erwartet. Spannend wird, ob im oberen Teil, nahe der Oberfläche, das Potential zum Tagebau gegeben ist. Kurzfristig geht Terentiew davon aus, dass Waterberg für die Aktie relevanter sein könnte. Während der Bauphase ist Western Bushveld ohne positive Nachrichten fast schon eine Belastung.

UNSERE HANDLUNGSEMPFEHLUNG FINDEN SIE IN AUSGABE 41

Bild: Platinum Group Metals
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