Samstag , 26 Oktober 2019
Top 10 der weltgrößten Reedereien; u.a. TUI, Hapag-Lloyd, Moeller-Maersk, CMA CGM, …

Top 10 der weltgrößten Reedereien; u.a. TUI, Hapag-Lloyd, Moeller-Maersk, CMA CGM, …

Acht Jahre ist der Höhepunkt der  großen Finanz- und -wirtschaftskrise nun her. Dennoch befindet sich die Weltschifffahrt weiterhin in schwierigen Gewässern. Die Kapazitäten auf dem Welttransportmarkt sind immer noch zu groß, die Containerschiffe werden immer größer und die Preise liegen immer noch Keller. Der Baltic Dry Index ist der wohl wichtigste Preisindex für das weltweite Verschiffen von Massengütern wie Getreide, Eisenerz oder Kohle. Er befindet sich immer noch nahe seines Tiefs und notiert derzeit bei rund 630 Punkten. Das sind 75% weniger als Mitte 2014. Es war also nie so günstig wie heute, Güter quer über den Planeten zu schicken. Die Krise trifft Deutschlands Reedereien ausgerechnet zum 50. Jubiläum der Ankunft des ersten 20-Fuß-Seecontainer in Deutschland. Die eckige Erfindung des US-Spediteurs Malcom McLean wurde damals skeptisch belächelt, heute ist die Box aus der Weltwirtschaft jedoch nicht mehr wegzudenken. Zum Feiern dürfte den Unternehmen jedoch nicht zu Mute sein. Für die großen Reedereien ist die Preisentwicklung ein Problem. Große Gewinne konnte man in den vergangenen Jahren jedenfalls nicht einfahren. Der Boom wie in den Nullerjahren ist schon lange vorbei, zumal der Weltwirtschaftsmotor stottert.

ABONNIEREN SIE KOSTENLOS DAS INVESTOR MAGAZIN

Übernahmen und Fusionen als Allheilmittel der Branche

Viele Reedereien sind daher in Zusammenschlüsse und Übernahmen geflüchtet. Schiere Größe soll zu Kostensenkungen führen und so die Gewinnmargen stabilisieren. Aktuell vereinen die zehn größten Schifffahrtsgesellschaften bereits fast zwei Drittel des globalen Marktes für sich. Momentan prüft beispielsweise die deutsche Hapag-Lloyd einen Zusammenschluss des eigenen Containergeschäfts mit dem der United Arab Shipping Company (UASC). Die Araber sind derzeit mit einer Kapazität von 548.825 TEU die Nummer elf auf dem Weltmarkt. Die gemeinsame Gesellschaft würde im Ranking der größten Unternehmen auf Platz fünf vorstoßen und läge dann nur noch knapp hinter der chinesischen Cosco Container Lines. Hapag-Lloyds Großaktionär TUI (Anteil:12%) unterstützt den Schritt. Mit der UASC würde Hapag seinen Marktanteil in Nahost ausbauen und würde sich den Zugang in den Iran sichern. Die UASC Gruppe hatte dieses Jahr wieder Geschäft mit dem zuvor sanktionierten Land aufgenommen. Die Pläne der Hapag stoßen auf Gegenliebe bei den Aktionären. Die hatten nach der Übernahme der Containersparte der chilenischen Reederei CSAV weitere Expansionsschritte gefordert. Allerdings ist beim Deal mit UASC noch nichts unter Dach und Fach, es fehlen zudem die Genehmigungen der Kartellbehörden.

ABONNIEREN SIE KOSTENLOS DAS INVESTOR MAGAZIN

Møller-Mærsk ganz vorne

An der Spitze der größten Reedereien der Welt steht seit Jahr und Tag die A. P. Møller-Mærsk aus Dänemark. Seit 1996 ist die 102 Jahre alte Reederei aus Kopenhagen der Platzhirsch und kommt laut Daten vom Branchendienst Alphaliner derzeit auf einen Marktanteil von knapp 15%. Es folgen die Mediterranean Shipping aus Genf sowie CMA CGO Gruppe mit Sitz im südfranzösischen Marseille. Neben Hapag-Lloyd schafft es mit der Gesellschaft Hamburg Süd Gruppe ein weiteres deutsches Unternehmen in die Top-10. Mit 84 Schiffen und 645.386 TEU kommen die Hanseaten auf Platz sieben.

ABONNIEREN SIE KOSTENLOS DAS INVESTOR MAGAZIN

Top10-Reedereien-Mai2016

Bild: Hapag-Lloyd
Nach oben scrollen