Montag , 18 Oktober 2021

Social Trading: Der neue Trend bei Anlegern

Schwarmintelligenz trifft auf die Börse

Kollektive Intelligenz oder Schwarmintelligenz ist seit dem Aufstieg sozialer Medien wie Facebook, Twitter & Co. in vielen gesellschaftlichen Bereichen ein heißes Thema. Mit der Finanzkrise hat dieses Phänomen auch an der Börse an Bedeutung gewonnen. Und das hat seinen Grund: Wer vorher auf seinen Bankberater oder Bankanalysten hörte, hat das Vertrauen zum großen Teil in der Krise verloren. Da bietet die Schwarmintelligenz eine Alternative. Warum nicht so investieren, wie es andere erfolgreiche Anleger vormachen? Zumal es heute zahlreiche Anbieter gibt, die das einfach ermöglichen.

Kopiere die besten Trader

Der größte SocialTrading-Anbieter ist wohl eToro. Die Community hat deutlich mehr als 3 Mio. Mitglieder, wobei Deutschland der wichtigste Markt ist. Die Seite selbst ist aufgebaut wie Facebook, und das ist wohl kein Zufall. Wer das Milliardennetzwerk kennt, soll sich schnell bei eToro orientieren können. Der Nutzer kann auf einem Stream sehen, was andere posten, empfehlen oder handeln. Damit bekommt der Nutzer mit, was andere kaufen und verkaufen und kann diese Trades – wenn er denn will – auch nachbilden. Noch einfacher wird es aber, wenn man direkt bei eToro ein Depot eröffnet. Dann kann man die Trades eines erfolgreiches Investors automatisiert kopieren. Das ist vor allem für Anleger interessant, die eine Diversifizierung ihres Portfolios anstreben, sich aber nicht allzu sehr beispielsweise mit Devisenmärkten beschäftigen wollen. Statt einen (teuren) Devisenfonds zu kaufen, kann man einen erfolgreichen Trader kopieren. Allerdings gilt hier auch, was an der Börse gilt: Einmal erfolgreiche Händler müssen nicht auch in der Zukunft erfolgreich sein. Abgewickelt werden die Trades übrigens mit Differenzkontrakten, im Original: Contract for Difference (CFD). Und das ist vielleicht der größte Nachteil dieser und anderer Plattformen. CFDs sind bekannt dafür, dass die meisten Anleger schnell ihren Einsatz verlieren. eToro-CEO Yoni Assia verweist in diesem Zusammenhang aber auf Studien, die zeigen, dass die hohen Verlustraten bei CFDs für Plattformen wie seine nicht gelten. eToro selbst verdient sein Geld durch die Abwicklung der Transaktionen. Erfolgreiche Nutzer können ebenfalls Geld verdienen, wenn andere ihre Trades kopieren. Für Anfänger lohnt es sich auf die Rankings zu achten. In der aktuellen Liste kommt beispielsweise der Trader „martynas1234“ auf eine 6-Monats-Rendite von 239%. Dabei war er in 90% der Handelswochen erfolgreich. Bei eToro können übrigens Währungen, Indizes, Rohstoffe und Aktien gehandelt werden. Die DAX-Werte waren bisher allerdings nicht dabei, das soll sich aber spätestens bis Mitte November ändern.

Bild: Harald Schottner  / pixelio.de

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