Dienstag , 31 Januar 2023

Saturn Oil & Gas: Aktie bietet Wachstum und eine attraktive Bewertung!

Viele Jahre lang machte die Aktie von Saturn Oil & Gas wenig Freude. Doch inzwischen ist das Unternehmen aufgewacht und kombiniert operatives Wachstum mit einer aussichtsreichen Bewertung.

Exxon, Chevron und Co.: Rekordgewinne bei den Öl-Giganten

Mit Öl, Gas, Biotechs und dem Dollar konnten Anleger in diesem Jahr relativ gelassen gutes Geld verdienen. Alle anderen Segmente des Aktienmarktes zeigten eine volatile Entwicklung und bescherrten, mal abgesehen von Bärenmarktrallies, praktisch durchweg Verluste. Besonders viel Sßaß machten die großen Ölaktien. Dank niedriger Investitionen und hoher Ölpreise fuhren beispielsweise die US-Platzhirsche Exxon und Chevorn im dritten Quartal einen Nettogewinn von zusammen 30 Mrd. US-Dollar ein. Für Ersteres war es das beste, für das Letztgenannte das zweitbeste Quartalsergebnis der Unternehmensgeschichte. Ähnlich historisch hohe Gewinne fuhren auch die europäischen Pendants ein, wie beispielsweise Total oder BP.

Stabile Ölpreise? Gewinndynamik lässt 2023 aber nach!

Doch inzwischen hat sich der Ölpreis auf einem hohen Nveau eingependelt. Für die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sehen Analysten eine Handelsspanne von 75 bis 100 US-Dollar je Barrell im kommenden Jahr voraus. Ein paar Dollar mehr dürften üblicherweise für ein Barrell der Nordseesorte Brent drin sein. Kommt es so, sind die Gewinnaussichten der Branche nach oben hin gedeckelt. Denn Produktionssteigerungen sind bei vielen Unternehmen kaum drin. Chancen bieten sich für Anleger noch am ehestens in der zweiten Reihe der Ölaktien.

Chancen bei kleineren Öl-Produzenten

Hier finden sich auch die Titel von Saturn Oil & Gas (2,96 CAD | 2,15 Euro; CA80412L8832). Umgerechnet kommt das Unternehmen aus Kanadas Öl-Hauptstadt Calgary auf einen Börsenwert von rund 130 Mio. Euro. Allerdings ist die Bewertung attraktiv und die Weichen sind auf Wachstum gestellt. Saturn besitzt zwei große Gebiete in Albertas Nachbarprovinz Saskatchewan, genannt Oxbow und Viking. Aktuell kommt das Unternehmen auf eine Tagesproduktion von rund 12.500 Barrell. Allerdings drehen die Bohrer heiß und allein in diesem Jahr will Saturn auf Oxbow 26 Ziele anbohren. Satte 40 bis 60 sind im nächsten Jahr geplant. Das Ziel ist es, bis zu 40 Bohrungen pro Jahr auf jedem der Projekte durchzuführen und so die Produktion kontinuierlich zu steigern. Allein aus Viking, dass erst am Ende des ersten Halbjahrs übernommen wurde, erhofft sich das Unternehmen einen Free Cashflow von 65 Mio. US-Dollar pro Jahr. Mit diesen beiden Assets im Rücken will Saturn Oil & Gas in den kommenden Jahren organisch um 14 Prozent p.a. wachsen – mögliche Zukäufe nicht einberechnet.

Saturn Oil & Gas: Attraktive Bewertung

Chancen bietet aber nicht nur das operative Wachstum, sondern auch die Bewertung. Nach neun Monaten in 2022 konnte Saturn 256,4 Mio. CAD umsetzen, was mehr als einer Vervierfachung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Aus einem Nettoverlust von 54 Mio. CAD wurde ein Nettogewinn von fast 92 Mio. CAD. Der Turnaround ist geglückt. Pro Aktie hat Saturn Oil & Gas jetzt schon 2,30 CAD verdient – und damit bereits 78% der Börsenbewertung. 2023 will das Unternehmen einen Cashflow per Aktie von 3,74 CAD einfahren und unterstellt hierfür einen Ölpreis von 90 US-Dollar. Dabei ist ein Teil der Produktion bereits zu diesem oder höheren Preisen gehedgt; d.h. dass die Produktion im Vorfeld verkauft wurde. Das Marktpreisrisiko wurde somit reduziert.

Wer von weiter steigenden Ölpreisen ausgeht, leigt mit der Aktie von Saturn  Oil & Gas somit sicherlich falsch. Wer aber stabile oder leicht fallende Notierungen für das “schwarze Gold” sieht, der kann hier auf ein wachsendes Unternehmen setzen. Ein kleiner Wehrmutsstropfen bleibt: durch die Viking-Akquisition stieg die Nettoverschuldung auf 223 Mio. CAD. Bis Jahresende soll sie aber bereits auf 183 Mio. CAD und bis Ende 2023 auf 75 Mio. CAD zurückgeführt werden. Die Hälfte des Free Cashflows will das Management für den Schuldenabbau aufwenden. Unseres Erachtens sind das durchaus realistische Planungen, wenn es zu keinem Ölpreis-Absturz kommen sollte. Zuletzt hatten die Analysten von First Berlin eine Research-Studie für Saturn veröffentlicht und ein Kursziel von 7 CAD ausgegeben. Bis 2025 soll demnach aus der Nettoverschuldung eine Netto-Cashposition von rund 200 Mio. CAD werden. Dann rechnet First Berlin mit Einnahmen von über 400 Mio. CAD und einem EPS von 3,53.

 

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Bilder/Graphiken: Saturn Oil & Gas

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