Dienstag , 31 Januar 2023

Verluste im Online-Casino: So holen Sie Ihr Geld zurück!

Wer mit Glücksspielen im Internet Verluste gemacht hat, kann sich sein Geld unter Umständen zurückholen. Mehrere Gerichte haben Online-Zockern das Recht auf Schadensersatz zugesprochen. Die Chancen auf Entschädigung stehen gut – solange man nicht in einem bestimmten Bundesland wohnt.

Online-Glücksspiele: Beliebt, aber verboten!

Egal ob Roulette, Black Jack oder Poker: Glücksspiele im Internet sind in Deutschland zum größten Teil verboten – zumindest dann, wenn um Geld gespielt wird. Dennoch bieten viele Anbieter seit Jahren solche Online Casinos an. Doch dieses Vorgehen können Spieler für sich nutzen, wenn sie Geld verloren haben.

Der Glücksspielstaatsvertrag hat zwar seit Juli 2021 eine neue rechtliche Basis für Online Casinos geschaffen. Bis dahin sind war Online Glücksspiel jedoch nur in Schleswig-Holstein erlaubt. In allen anderen Bundesländern waren sie verboten. Darum scheren sich jedoch die meisten Anbieter nicht. Sie machten ihre Casinos in ganz Deutschland verfügbar. Dabei wäre es technisch kein Problem, Nutzern, die nicht aus Schleswig-Holstein kommen, den Zugang zu verwehren.

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Das wird den Glücksspiel-Betreibern nun zum Verhängnis. Denn gleich mehrere deutsche Gerichte haben entschieden, dass Online-Anbieter ihren Kunden das verlorene Geld zurückzahlen müssen, wenn diese unberechtigt in den Online Casinos gespielt haben. So hat beispielsweise das Landgericht Gießen (Az. 4 O 84/20) den Betreiber eines Online-Casinos zur Erstattung eines Verlusts in Höhe von 12.000 Euro verurteilt. Grund: Das beklagte Unternehmen casinoclub.com, das zur bwin-Muttergesellschaft Entain gehört, habe keine Lizenz in Deutschland und dürfe seine Glücksspiele daher hier nicht anbieten – mit Ausnahme von Schleswig-Holstein.

Mittlerweile gibt es auch schon die ersten Urteile aus der zweiten Instanz. So haben beispielsweise das OLG Frankfurt und das OLG München sich ganz klar zugunsten der Verbraucher positioniert und haben diesen Schadensersatz zugesprochen.

Zwar verfügen die meisten Akteure der Branche über Lizenzen aus Malta, der EU-Hochburg für Online-Glücksspiele. Doch dies reicht gemäß dem aktuellen Glücksspielstaatsvertrag nicht für ein bundesweites Auftreten in Deutschland.

Zwar dürfte in den meisten Fällen eine Rechtsschutzversicherung nicht greifen, da Glücksspiele in den Versicherungsbedingungen häufig ausgeschlossen sind. Allerdings ist es möglich, ein juristisches Vorgehen auf Basis eines reinen Erfolgshonorars abzuschließen, so dass die Betroffenen nicht riskieren, ihren Verlusten noch weiteres Geld hinterherzuschmeißen. Für eine solche Prozessfinanzierung sind in der Regel Verluste von mindestens 10.000 Euro pro Casino-Betreiber nötig

Eingefordert werden können dabei Verluste, die bis zu zehn Jahren rückwirkend angefallen sind. Eine Prüfung von Ansprüchen ist bei spezialisierten Anwälten möglich, beispielsweise kostenlos und unverbindlich bei der Interessengemeinschaft Widerruf.

Über den Autor: Roland Klaus arbeitet als freier Journalist und ist Gründer der Interessengemeinschaft Widerruf. Bekannt wurde er als Frankfurter Börsenreporter für n-tv, N24 und den US-amerikanischen Finanzsender CNBC.

 

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Bilder/Graphiken: privat

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