Donnerstag , 22 Februar 2024

Nach Korrektur: Aktie von Mainz Biomed bietet Kurschancen

Bei Biotech-Aktien fand 2022 ein Ausverkauf statt. Auch die Papiere von Mainz Biomed flogen aus vielen Depots. Doch inzwischen hat der Titel einen Boden eingezogen und könnte nun wieder durchstarten.

Krebs: Hohe Sterblichkeit, hohe Kosten!

Mehr als 50.000 Menschen sterben jedes Jahr an Darmkrebs allein in den USA. Wenn dieser jedoch frühzeitig erkannt wird, steigt die Überlebenswahrscheinlichkeit auf bis zu 90 Prozent in den ersten fünf Jahren. Ist der Tumor schon zu weit fortgeschritten, überlebt nicht einmal mehr ein Fünftel der Erkrankten in diesem Zeitraum. Dementsprechend wichtig sind Vorsorgeuntersuchungen. Bisher gelten Darmspiegelungen als das Mittel der Wahl. Doch sie sind teuer, zeitaufwendig und die Behandlung empfinden viele als äußerst unangenehm.

Innovatives Verfahren zur Darmkrebs-Erkennung

Mainz Biomed (6,60 Euro | NL0015000LC2) hat ein Diagnose-Verfahren entwickelt, das gleich zwei Ansätze miteinander verbindet. Mit dem Produkt ColoAlert wird zum einen der Stuhl auf Blut aus dem Tumor untersucht. Das hilft aber nur, wenn die Tumore auch Blut abgeben. Daneben kommen spezifische Biomarker zum Einsatz, die die Tumor-DNA im Stuhl erkennen. Das Verfahren gilt als hochwirksam und ist in Europa bereits zugelassen. Zudem kann ColoAlert einfach online bestellt und zu Hause durchgeführt werden. Die Analyse erfolgt dann in herkömmlichen Labors mittels der durch die Pandemie bekannten PCR-Tests. Mit rund 200 Euro an Kosten ist der Test momentan aber noch nicht für jeden erschwinglich.

Mainz Biomed: Vertrieb im Fokus, USA im Hinterkopf!

Dementsprechend steht für das Management um Vorstandschef Guido Baechler der Vertrieb im Mittelpunkt. ColoAlert ist über Guido Baechler, CEO Mainz Biomed, Portrait, Aktie, Bio-Marker, Krebsden unternehmenseigenen Online-Shop oder über Ärzte erhältlich. Außerdem hat Mainz Biomed mit großen Laborketten Partnerschaften abgeschlossen, die den Darmkrebs-Test über ihre jeweiligen Netzwerke vertreiben. Zudem bietet Mainz Biomed das Produkt über Programme zum betrieblichen Gesundheitsmanagement deutschen Unternehmen an. Private Krankenkassen bezahlen ihren Mitgliedern den Test bereits. Das langfristige Ziel in Deutschland ist es, die gesetzlichen Krankenkassen von einer Kostenübernahme zu überzeugen, so Baechler im Gespräch mit dem Investor Magazin. Damit würde sich das Unternehmen einen breiten Markt erschließen. Politisch dürften solche Diagnose-Verfahren viel Rückenwind bekommen, schließlich ist man bemüht, die Kosten im Gesundheitswesen zu senken.

Daneben blicken die Rheinhessen aber auch schon auf die USA, den größten Gesundheitsmarkt der Welt. Dort ist ColoAlert bisher nicht zugelassen. Mainz Biomed hat deshalb in Abstimmung mit der FDA Ende 2022 eine umfassende Studie gestartet. 15.000 Probanden an 150 Standorten sollen daran teilnehmen. Mitte dieses Jahres soll die Patientenrekrutierung beginnen. Laut Baechler wird man 2025 die Ergebnisse erhalten und könnte dann 2026 in den Vereinigten Staaten mit der Markteinführung beginnen.

Von Früherkennung zu Prävention mit mRNA

Die Mainzer Diagnose-Spezialisten arbeiten parallel bereits an der nächsten Testgeneration. Das Ziel ist es, präkanzeröse Polypen zu erkennen, bevor daraus Darmtumore entstehen. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen fünf mRNA-Biomarker aus Kanada einlizenziert, die ein hohes Potential gezeigt haben, neben Tumoren auch fortgeschrittene Adenome aufzuspüren – eine Krebsvorstufe. Um zu untersuchen, ob diese Biomarker in die nächste Generation von ColoAlert integriert werden können, führt das Unternehmen Machbarkeitsstudien in Europa und den USA durch. Die ersten Ergebnisse daraus werden im ersten Halbjahr dieses Jahres erwartet. Vorausgesetzt diese sind positiv, könnte die innovative mRNA-Technologie in das Produkt einfließen, noch bevor die ersten Patienten in die US-Zulassungsstudie eingeschlossen werden. Bei Zulassung wäre der Darmkrebs-Screening-Test aus Mainz die robusteste und genaueste molekulardiagnostische Lösung auf dem Markt.

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Pankreaskrebs: Weitere Biomarker in der Pipeline

Mainz Biomed arbeitet zudem bereits an einem zweiten Produkt. Auf Basis der Technologie soll ein nicht-invasiver Früherkennungstests für Bauchspeicheldrüsenkrebs entwickelt werden. Pankreaskrebs ist die siebthäufigste Todesursache und weist eine der höchsten Sterblichkeitsraten auf, weil der Krebs meist zu spät erkannt wird. Wie ColoAlert soll auch PancAlert ein Krebs-Screening zu Hause ermöglichen. Bei dieser Krebsart gibt es bisher kein etabliertes Screening-Verfahren zur Früherkennung, dementsprechend groß ist das Marktpotenzial.

Mainz Biomed: Analysten sind optimistisch für die Aktie

Das Produktportfolio des Unternehmens sieht vielversprechend aus. Allerdings kam die Aktie im vergangenen Jahr wie viele Biotechwerte unter die Räder. Nach dem Börsengang an der Nasdaq verlor der Titel einen Großteil seines Börsenwerts. Aktuell wird Mainz Biomed mit 91 Mio. Euro bewertet. Die Aktie hat vor einigen Monaten angefangen, um 6 Euro einen Boden zu bilden.

Fazit: Dieses Jahr könnte die Aktie von Mainz Biomed zum einen von einer Rückkehr der Investoren in den Sektor profitieren. Zum anderen sollte der Newsflow überzeugen. Bis Jahresende ist das Unternehmen zudem durchfinanziert. Die Analysten von H.C. Wainwright haben im Sommer 2022 ein Kursziel von 25 US-Dollar (etwa 23,20 Euro) ausgegeben und dieses Ziel erst gestern bestätigt. Dort stand das Papier kurz nach dem IPO schon einmal. Cantor Fitzgerald wiederum sieht ein Kursziel von 15 US-Dollar (13,90 Euro). Die Risiken sind bei Biotechwerten meist sehr hoch. Allerdings hat Mainz Biomed bereits ein zugelassenes Produkt, was die Unwägbarkeiten deutlich reduziert. Zudem scheint die Aktie nun einen Boden eingezogen zu haben. Der Chart sieht jedenfalls vielversprechend aus. Daher könnten mutige Investoren das niedrige Kursniveau zum Einstieg nutzen.

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Bilder/Graphiken: Mainz Biomed

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