Die Aktie der Münchener Rück ist eine der besten im Dax. Wer hier vor drei Jahren investierte, hat seinen Einsatz inzwischen mehr als verdoppelt und ordentliche Dividenden kassiert. Nun aber könnte der Rückversicherungsmarkt heißgelaufen sein. Drohen hier Gewinnmitnahmen oder setzt sich die Rallye fort?
Viele gute Nachrichten für Deutschland
Es gibt derzeit viele gute Nachrichten für den deutschen Aktienmarkt. Die US-amerikanischen Investoren haben Europa wiederentdeckt und viel Geld fließt über den Atlantik. Bauaktien und Infrastrukturfirmen dürften von dem milliardenschweren Programm der designierten Bundesregierung profitieren. Noch dazu dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihren Zinssenkungen auf Kurs bleiben oder zumindest vorerst keine Erhöhungen vornehmen. Es läuft ja noch nicht überall rund. Es ist nicht die beste aller Börsenwelten, aber der Blues der vergangenene Jahre scheint derzeit verflogen.
Münchener Rück: Im Schatten von Highflyer SAP
Der absolute Überflieger der vergangenen Jahre war SAP. MIt dem Umbau des Unternehmens und dem KI-Boom wurde der Konzern zu Investors LIebling. Das Unternehmen hat heute zudem etwas geschafft, was es sehr lange nicht mehr gab. Laut Daten von Bloomberg ist der Software-Konzern seit heute mit einem Wert von 314 Mrd. Euro das wertvollste börsennotierte Unternehmen Europas und hat sowohl NovoNordisk als auch LVMH überholt. Etwas im Schatten dieser Erfolgsstory steht die Aktie der Münchener Rück bzw. Munich Re (579,40 Euro; DE0008430026). Der Versicherungskonzern ist aber einen Blick wert und hat seine Aktionäre keinesfalls enttäuscht.

Top-Performer bei Rückversicherungen
Denn wer Anfang 2022 in die Papiere investierte, hat seinen Einsatz inzwischen mehr als verdoppelt. Seither legte der Wert um rund 260 Prozent zu und gehört damit zu den Top-Titeln im deutschen Leitindex. Der größte Rückversicherer der Welt schnitt in seiner Kursentwicklung deutlich besser ab als der Dax, aber auch als größten Wettbewerber: Swiss Re (+84%) und Hannover Rück (+83%) liegen klar dahinter. Die Ursachen für den Erfolg sind vielfältig. So sind die Prämien im Rückversicherungsgeschäft seither kontinuierlich gestiegen. Das erhöht die Gewinnmargen. Die Nachfrage nach Deckungen gegen Naturkatatstrophen ist mehr als stabil. Zudem profitierte das Unternehmen im operativen Geschäft vom Boom an den Kapitalmärkten. Mit einem verwalteten Vermögen von rund 230 Mrd. Euro zählt Munich Re zu den größten Investoren Europas. Steigende Kurse und Zinsen schrauben das Ergebnis hoch. Ende Februar präsentierte das Management einen neuen Rekordgewinn und versprach auch für 2025 einen Ergebniszuwachs. Hinzu kommen als weitere Positivfaktoren die steigende Dividende und ein Aktienrückkaufprogramm. Für 2024 erhöhte das Unternehmen die Dividende je Aktie um 5 auf 20 Euro. Das entspricht einer Dividendenrendite von aktuell rund 4%. Das ist mehr als der Markt erwartet hatte.
Analysten zwiegespalten
Doch die Analysten sind nicht mehr ganz so optimistisch. 12 Analysten raten noch zum “Kauf”, neun sagen “Halten” und nur drei empfehlen den “Verkauf”. Wenn nur die Hälfte der Experten den Einstieg empfiehlt, ist das eigentlich schon pessimistisch. Üblicherweise sind Analysten immer zu optimistisch. Der Wettbewerb um Policen wird intensiver und die größten Wachstumsraten bei den Prämien dürften hinter dem Unternehmen liegen. Der Vorstand will dieses Jahr rund 6 Mrd. Euro verdienen. Das entspricht in etwa dem Konsens der Analysten und ist kein gutes Zeichen; die Gewinndynamik lässt nach. Dementsprechend drohen bei dem Titel durchaus Umschichtungen und Gewinnmitnahmen. Das große Plus für langfristig orientierte Investoren bleibt aber die Bewertung. Auf Basis der Gewinnschätzungen liegt das KGV der Aktie bei 12,5. Damit gehört man im Dax trotz der Performance in der Vergangenheit zu den eher günstigen Werten. Und auch die hohe Dividendenrendite spricht trotz für den Titel.
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