Donnerstag , 3 April 2025
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M&A im Rohstoffmarkt 2024: Meiste Übernahmen bei Gold- Aktien

Laut einer Analyse von S&P Global war Gold auch im Jahr 2024 das beherrschende Thema bei Fusionen und Übernahmen (M&A) im Rohstoffsektor. Das Edelmetall stand für rund 70 Prozent aller Transaktionen. Auch 2025 scheint ganz im Zeichen von Übernahmen und Fusionen zu stehen, wie die ersten Monate zeigen.

Rohstoffsektor 2024: 26,5 Mrd. Dollar bei Übernahmen

2024 wurden im Rohstoffsektor Fusionen und Übernahmen mit Wert von 26,54 Mrd. US-Dollar durchgeführt. Das entspricht etwa dem Wert des Jahres 2023 (26,36 Mrd. US$). So stieg die Zahl der M&A-Transaktionen um 32 Prozent 62 (Vj.: 47). Dabei dominierten eindeutig die Deals im Goldbereich. Nach den von S&P erfassten Daten war die Zahl der M&A-Transaktionen mit Gold als primärem Rohstoffmetall mit 43 mehr als doppelt so hoch wie die der Basismetalle (gegenüber 19). Auch der Gesamtwert der Transaktionen war bei Gold mit 19,31 Mrd. $ fast dreimal so hoch wie bei Basismetallen (7,23 Mrd. $). „Dies unterstreicht die gestiegene Attraktivität von Gold im Jahr 2024 inmitten der eskalierenden geopolitischen Risiken“, so die Analysten. Im vergangenen Jahr hatte Gold einen Lauf und konnte mehrere Rekordstände erreichen. Das Jahr endete für das Edelmetall mit einem Anstieg von 27 Prozent.

Kanada und Australien bevorzugte Ziele

Bei den Goldgeschäften handelte es sich überwiegend um Produktionsunternehmen in Australien und Kanada. Laut S&P haben die beiden Länder ihren Ruf als stabile Länder für Investoren und Produzenten aufrechterhalten. Im Jahr 2023 gab es bereits Anzeichen dafür, dass der Bergbausektor seinen Schwerpunkt auf Gold verlagert, dass mehr als zwei Drittel (30) der gesamten Transaktionen in diesem Jahr ausmachte. Die Zahl für 2024 würde das zweite Jahr in Folge markieren, in dem Gold bei Fusionen und Übernahmen im Bergbau- und Metallsektor dominiert. Berücksichtigt wurden dabei Transaktionen mit einem Mindestvolumen von 10 Mio. US-Dollar. Für 2023 muss berücksichtigt werden, dass es mit der Übernahme von Newcrest Mining durch Newmont in Höhe von 16,49 Mrd. US-Dollar eine sehr große Transaktion gab, die die Zahlen verzerrt. Das bedeutet, dass die M&A-Daten für 2024 ein noch positiveres Bild für den Goldsektor ergeben.

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Keine Big Deals, dennoch viele Übernahmen

Im Jahr 2024 gab es keine derartigen Megadeals (definiert als Deals mit einem Wert von mehr als 10 Mrd. US-Dollar), was zu dem niedrigsten durchschnittlichen Transaktionswert seit fünf Jahren führte: 428,1 Mio. US-Dollar, ein Rückgang um 24 Prozent gegenüber 2023. Auffällig war, dass die Zahl der Goldtransaktionen in allen vier Quartalen konstant hoch blieb und je Quartal mindestens eine größere Transaktion angekündigt wurde. Die drei größten Transaktionen des vergangenen Jahres waren:

  • Übernahme von De Grey Mining durch Northern Star Resources im Dezember 2024 für 3,26 Mrd. US-Dollar
  • Übernahme von Filo Mining durch Lundin Mining und BHP für 3,03 Mrd. US-Dollar
  • Übernahme von Centamin durch AngloGold Ashanti für 2,48 Mrd. US-Dollar

Zunächst wenig Lust auf Deals im Kupfersektor

Die Fusions- und Übernahmetätigkeit bei Kupfer war in der ersten Jahreshälfte 2024 mit nur zwei Deals eher gedämpft, doch in der zweiten Jahreshälfte nahm das Tempo zu, als der Preis des Metalls stieg, so die Analysten von S&P. Sie verwiesen auf den starken Anstieg der Kupferpreise nach einem beispiellosen Preisdruck an der COMEX im Mai. Von den 16 angekündigten Kupferdeals waren mehr als zwei Drittel Unternehmensübernahmen, wobei sich die meisten Ziele gleichmäßig auf Kanada und Chile verteilten. Die größte Transaktion war die bereits erwähnte Übernahme von Filo. Abgesehen davon waren die Aktivitäten in Kanada jedoch weitgehend gedämpft, nachdem die kanadische Regierung im Juli strengere Vorschriften für Fusionen und Übernahmen erlassen hatte.

Große Unternehmen waren die wichtigsten Käufer von Kupferanlagen. Ohne die milliardenschweren Deals wäre der Gesamttransaktionswert von 5,7 Mrd. US-Dollar im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent gesunken. Ein Großteil der von den Großkonzernen ausgegebenen Gelder floss in Anlagen in der Vorproduktionsphase – eine überraschende Wendung, wenn man bedenkt, dass der Schwerpunkt im Jahr zuvor auf produzierenden Minen lag. Obwohl die Budgets für die Kupferexploration im Jahr 2024 anstiegen, zögerten die Bergbauunternehmen laut S&P immer noch, sich stark auf die Exploration zu verlassen.

Nach einem ruhigen Jahr 2023 kehrten die M&A-Aktivitäten im Bereich Zink mit der Übernahme von zwei Minen von Lundin durch Boliden aus Schweden in großem Stil zurück. Mit einem Wert von 1,52 Mrd. US-Dollar war die Transaktion der größte primäre Zink-Deal seit mehr als fünf Jahren. Auf der anderen Seite ging die Zahl der Nickelgeschäfte von drei auf nur ein Geschäft im Jahr 2024 zurück, was mit einem starken Rückgang des Wertes der Deals um 97 % einherging. Die einzige Transaktion war die Übernahme von Poseidon Nickel durch Horizon Minerals für 20,3 Mio. US-Dollar. Für die Ruhe an der Übernahmefront bei Nickel dürfte die starke Angebotslage eine Rolle gespielt haben.

2025: Kommt das Jahr der Fusionen und Übernahmen?

Auf der Grundlage der im ersten Quartal 2025 angekündigten Transaktionen ist es wahrscheinlich, dass Gold im Laufe des Jahres weiter an Zugkraft gewinnt und die Fusions- und Übernahmetätigkeit insgesamt zunehmen wird, so die Prognose von S&P. Da der Wettbewerb um kritische Mineralien in Folge des Ukraine-Russland-Kriegs deutlich gestiegen ist, rechnet S&P mit einer anhaltend hohen Volatilität bei den Metallpreisen, insbesondere bei Gold und Kupfer. Dies habe sich bereits im Februar mit der Ankündigung von Equinox Gold gezeigt, Calibre Mining für 1,87 Mrd. US-Dollar zu übernehmen. „Da die geopolitischen Turbulenzen die Märkte weiterhin beeinflussen, prognostizieren wir einen Anstieg von opportunistischeren Übernahmen und Konsolidierungsbemühungen in der Lieferkette von großen und kleinen Unternehmen”, so die Analysten abschließend.

 

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Graphiken/Tabellen/Bilder: Das Investor Magazin, Pixabay, Tesla, Visual Capitalist

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