Samstag , 26 Oktober 2019
Freenet: Ignorieren oder wieder einsteigen?

Freenet: Ignorieren oder wieder einsteigen?

Die Freenet-Aktie hat in den vergangenen 12 Monaten kräftig verloren. Für Dividendenfreunde könnte sie aber aktuell ein Schnapp werden. Zumal es bei der Schweizer Tochter nun richtig spannend wird.

Schwach, schwächer, Freenet-Aktie

Seit dem Januar 2018 dürfte die Stimmung bei den Aktionären bei Freenet (17,75 Euro; DE000A0Z2ZZ5) mindestens gedämpft sein. Die Aktie kostete damals mehr als 32,50 Euro. Inzwischen muss man für ein Papier des Mobilfunkdienstleisters nur noch knapp 18 Euro auf den Tisch legen. Der Absturz hat sicherlich ganz viel mit dem turbulenten Marktumfeld zu tun. Aber auch mit eigenen Problemen. Nicht umsonst ist Freenet einer der sechs schlechtesten Werte im TecDAX in den vergangenen 12 Monaten.

Entscheidung in der Schweiz

Fundamental steht derzeit vor allem das Thema Sunrise Communication auf der Agenda. Freenet hält 25 Prozent an dem Schweizern, die derzeit Verhandlungen mit Liberty Global führen. Sie wollen deren eidgenössische Tochter UPC Switzerland kaufen. So käme Sunrise an eigene Breitbandnetze, was mit Blick auf die 5G-Mobilfunknetze ein strategischer Vorteil ist. Das Problem: UPC wird auf das Doppelte des Werts von Sunrise geschätzt. Sollte der Deal zustande kommen, müsste Freenet auf jeden Fall mit einer starken Verwässerung rechnen. Alles hängt davon ab, wie viel Liberty Global am Ende fordern wird. Da Freenet seinen Anteil an Sunrise nicht aufstocken will, könnte aber auch ein Komplettverkauf in Frage kommen. Das wäre positiv für die Aktie, ein kräftiger Cashflow winkt.

Ein Sunrise-Deal könnte gut ausgehen

Ein guter Deal in der Schweiz würde auch davon ablenken, dass es bei einer anderen Beteiligung nicht gut läuft. Freenet hatte sich ein 9,1 Prozent großes Paket an Ceconomy gesichert. Die börsennotierte Gesellschaft vereint die Geschäfte von MediaMarkt und Saturn. Nach drei Gewinnwarnungen in Folge ist der Wert abgestürzt. Freenets Vorstandschef Christoph Vilanek hatte erst jüngst hierzu Stellung bezogen, den Rauswurf von CEO und CFO verteidigt und mit dem Manager Magazin über Details zu seinen Umbauplänen gesprochen (siehe hier, Premium).

Dividende im Fokus

So oder so blicken die Investoren vor allem auf die Dividende. Und die dürfte dank des stabilen Mobilfunkgeschäfts gesichert sein. Sie wird auf 1,70 Euro je Anteil geschätzt (HV am 16. Mai), was einer stattlichen Dividendenrendite von knapp zehn Prozent entspricht. Beim Ergebnis je Aktie gehen die Analysten von 1,89 Euro in diesem Jahr aus, was einem KGV von 9,4 entspricht. Die Aktie ist also nicht zu teuer. Der Absturz der Aktie hat jedenfalls auch die Analysten wieder hinter dem Ofen hervorgelockt. Die Commerzbank hat jüngst erst eine neue Sektoranalyse publiziert und die Freenet-Aktie von “Hold” auf “Buy” hochgestuft. Das Kursziel hat Analystin Heike Pauls aber mit 21 Euro angegeben, zuvor lag es bei 28 Euro. Die Freenet-Aktie eignet sich unseres Erachtens nur für Dividendenfreunde. Wer ein wenig Risikofreude in diesem Marktumfeld mitbringt, dürfte bei rund 9 Prozent Ausschüttungsrendite nicht ‘Nein’ sagen wollen. Als größtes Risiko sehen wir derzeit nicht unternehmensspezifische Themen, sondern vor allem dem Markt. Auch wenn Freenet eher ein “defensiver” Titel ist, dürften Rückschläge wie im vergangenen Herbst auch an der Aktie des Norddeutschen nicht spurlos vorbeigehen.

 

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