Montag , 17 Juni 2024

Fondsmanager Felix Gode: Nachholpotenzial bei Nebenwerten!

Fondsmanager Felix Gode ist optimistisch für den Mittelstand und Nebenwerte. Er setzt mit seinem Alpha Star Dividendenfonds auf Smalls Caps mit führenden Positionen in ihren Märkten. Gode stellt in diesem Gastbeitrag zwei Werte aus seinem Portfolio vor und blickt auf die Chancen und Risiken an den Märkten.

Aufholpotenzial bei deutschen Small Caps

Die Situation an den Börsen war in den ersten Wochen des Jahres 2023 durchaus interessant. Viele Anleger rätseln, wie es dazu kommt, dass sich vor allem deutsche Standardwerte so robust zeigen. Zum Vergleich: Seit Jahresbeginn legte der deutsche Leitindex DAX um 12% zu, der amerikanische Dow Jones nicht einmal um 1%. Auch der breiter gefächerte US-Index S&P 500 liegt mit nur 5% klar hinter dem DAX. Nicht zuletzt haben deutsche Blue Chips auch Small Caps zuletzt klar outperformt. Normalerweise ist es so, dass der DAX der Taktvorgabe der US-Indizes folgt. Nicht so im Moment. Woran liegt dieses untypische Kurs-Verhalten also?

Short-Squeeze bei DAX-Unternehmen

Im vergangenen Jahr haben wir an den Börsen rund um den Globus starke Verwerfungen gesehen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Der Ukraine-Krieg, die Inflation, nebst steigenden Zinsen, steigende Preise und Knappheiten bei Rohstoffen und Vorprodukten wie Chips. Ein Cocktail, der Schlimmes hat vermuten lassen. Die Börsen haben genau diese Befürchtungen widergespiegelt und sind im vergangenen Jahr in einer Dimension auf Talfahrt gegangen, wie wir sie lange nicht gesehen haben.

Anleger haben in Folge der multiplen Herausforderungen auf eine scharfe Rezession gesetzt und viele Marktteilnehmer haben auch genau darauf gewettet, indem sie große Short-Positionen auf deutsche Unternehmen eingegangen sind. Vor allem zyklische Unternehmen waren das Ziel. Davon gibt es im DAX jede Menge. Was seitdem auf der Konjunkturseite passiert ist, wissen wir inzwischen. Von einer scharfen Rezession sind wir weit entfernt. Zumindest bis hierhin. Vielmehr sind deutsche Unternehmen enorm gut mit den Schwierigkeiten zurechtgekommen und so hat sich auch die deutsche Wirtschaft insgesamt wacker geschlagen.

Fondsmanager Felix Gode Dividenden Aktien
Fondsmanager Felix Gode

Diese Entwicklung haben die Börsen seit Oktober vorweggenommen, mit dem Resultat einer beispiellose Erholungsrally. Neben der besser als erwarteten Konjunktur hat dazu auch beigetragen, dass deutlich wurde, dass der Anstieg der Zinsen auf absehbare Zeit zu einem Ende kommen würde. Diese Erkenntnis wiederum zwingt Investoren seit geraumer Zeit ihre Wetten auf fallende Kurse zu überdenken und sich wieder mit Aktien einzudecken. Da die zyklischen Large Caps das überwiegende Ziel für die Short-Wetten waren, steigen die Kurse hier seit Oktober 2022 besonders stark an. Small Caps außerhalb der Indizes bleiben daher renditeseitig seit Jahresbeginn zurück.

DAX-Aktien noch immer die beste Wahl?

Wir haben es also zu großen Teilen mit technischen Effekten zu tun. Fraglich bleibt dennoch, wie sich die Konjunktur in den kommenden Monaten entwickeln wird. Wer sagt denn, dass die Zinsen nicht noch weiter steigen? Vielleicht folgt die erwartete Rezession auch mit etwas Verzögerung im weiteren Jahresverlauf? Das Szenario ist zumindest im Bereich des Möglichen.

Daher sind Small Caps aus meiner Sicht die richtige Wahl. Nicht nur, dass ein Aufholpotenzial entstanden ist, kleine Unternehmen weisen noch ganz andere Vorteile auf. Denn, mittelständische Unternehmen sind viel häufiger als breit aufgestellte Großkonzerne in dynamisch wachsenden Bereichen aktiv, die sogar weitgehend konjunkturunabhängig sind. Man spricht hierbei von strukturellen Wachstumsmärkten.

Unternehmen mit führenden Positionen in solchen Märkten können gelassen auf das schauen, was vor uns liegt. Ob die Zinsen steigen oder fallen; die Rezession kommt oder nicht: diese Unternehmen werden unabhängig davon ihre Gewinne weiter steigern können. Das heißt nicht unbedingt, dass sich die Aktienkurse dieser Titel allen Marktverwerfungen entziehen können. Aber es bedeutet zumindest, dass sie sich operativ behaupten können, auch dann, wenn das Umfeld schwieriger wird. Dies gibt solchen Aktien das Potenzial eventuelle Kursrückschläge sehr schnell wieder auszugleichen.

Alpha Star Dividendenfonds Chart Nebenwerte Ausschüttungen
Entwicklung des Alpha Star Dividendenfonds

Zwei starke Nebenwerte

Zwei solcher Beispiele sind die österreichische Frequentis AG (30,60 Euro | A2PHG5) sowie das Berliner Softwarehaus IVU AG (16,28 Euro | 744850). In beiden Unternehmen sind wir im Alpha Star Dividendenfonds investiert.

In Folge des Ukrainekrieges werden global große Summen in die Verbesserung der Verteidigung investiert. Im Zuge dessen werden auch die Kommunikationssysteme erneuert und auf den modernsten Stand der Technik gebracht. Erst jüngst konnte die Frequentis AG einen Auftrag der Bundeswehr für die IT-Ausstattung der nationalen Luftverteidigung vermelden. In den USA hat sich Frequentis erst 2021 durch Zukäufe verstärkt und ist in einer guten Position den ein oder anderen Großauftrag an Land zu ziehen. Umsatzseitig dürfte es beim Weltmarktführer für Control Center-Lösungen daher in den kommenden Jahren gut laufen. Beim Gewinn wirkt der steigende Softwareanteil positiv, so dass wir mit graduellen Margensteigerungen über die Zeit rechnen. Das Geschäft von Frequentis ist zudem konjunkturunabhängig, was für 2023 ebenfalls ein nicht zu verachtender Aspekt ist.

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Auch die IVU AG ist ein Weltmarktführer: Hier geht es um Softwarelösungen für Verkehrsbetriebe, insbesondere den Schienenverkehr. Mit den Lösungen von IVU lassen sich Personal- und Fahrzeugeinsatzsteuerung optimieren, genauso wie der Betriebsablauf, was den Verkehrsbetrieben durch Effizienzsteigerungen bares Geld spart. Nicht zuletzt unterstützt IVU mit seinen Lösungen auch die Energiewende, denn ohne einen verstärkten Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs wird diese nicht gelingen. Durch einen zunehmenden Anteil wiederkehrender Erlöse aus Cloud-Lösungen verstetigt sich der Gewinn von IVU zunehmend und macht das Geschäft planbarer.

Beide Unternehmen blicken seit vielen Jahren auf konstant steigende Umsatzerlöse und Gewinne. Die starke Marktposition ermöglicht dies und gibt beiden Unternehmen viel Raum, die Gewinne zu reinvestieren und so neue Wachstumschancen zu eröffnen. Ihr gute Marktstellung verfestigt sich dadurch Jahr für Jahr.

Fazit: Was immer die Börsen für Anleger in den kommenden Monaten bereithalten: nach der Anomalie der vergangenen Monate, mit starken Standardwerten, ist davon auszugehen, dass Small Caps eine Aufholung erfahren werden. Wer zusätzlich auf Unternehmen in strukturellen Wachstumsbereichen setzt, die marktführend und hochprofitabel sind, wird für alle Eventualitäten gut positioniert sein.

Hinweis: Dies ist ein Gastbeitrag von Felix Gode. Die Meinung von Gastautoren muss grundsätzlich nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Für Beiträge von Gastautoren übernimmt der Herausgeber grundsätzlich keine Verantwortung, Haftung oder Gewähr. Dies gilt ebenfalls für die vom Gastautor verwendeten Charts, Graphiken, Tabellen, Bilder und alle zukunftsgerichteten Aussagen. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn Leser in Folge dieser Beiträge Finanzgeschäfte jeglicher Art tätigen. Bitte machen Sie Ihre eigene Due Dilligence und bitte beachten Sie unseren Disclaimer!

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