Mittwoch , 24 April 2019
Aurelius: Die Aktie bietet mehr als eine ordentliche Dividende

Aurelius: Die Aktie bietet mehr als eine ordentliche Dividende

Am Mittwoch hat Aurelius Equity Opportunities seinen Geschäftsbericht veröffentlicht. Den Aktionären winkt eine ordentliche Dividende. Doch das muss nicht alles sein, sind dieses Jahr doch Beteiligungsverkäufe möglich.

Keine Überraschungen in der Bilanz

Das 2018er-Zahlenwerk von Aurelius Equity Opportunities (39,70 Euro; DE000A0JK2A8) liegt seit Mittwoch vor, Überraschungen gab es keine. Die Beteiligungsgesellschaft bestätigte die bereits vorab veröffentlichten Ergebnisse für das vergangene Jahr. So lag der Konzernumsatz mit 3,78 Mrd. Euro wie erwartet unter dem Wert des Vorjahrs. Beim Gesamt-EBITDA erreichten die Süddeutschen 94,4 Mio. Euro und damit deutlich weniger als 2017 (627,7 Mio. Euro). Der Grund für den starken Rückgang lag an den Übernahmen. 2018 wurden 84,4 Mio. Euro an Erträgen aus der Auflösung negativer Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung, sogenannte bargain purchases, aus den erworbenen Unternehmen berücksichtigt. 2017 waren es mit 447,1 Mio. Euro deutlich mehr gewesen.

Basisdividende steht

Entscheidend sind in diesem Fall andere Dinge: So ist der Net Asset Value des Portfolios per 31. Dezember 2018 um 2 Prozent gegenüber dem Q3 auf 1,40 Mrd. Euro gestiegen. Das ist positiv. Allerdings rutschte Aurelius beim Free Cashflow mit -198,2 Mio. Euro in den negativen Bereich. 2017 hatte man noch einen Zufluß an knapp 300 Mio. Euro melden können. Immerhin gibt es wie erwartet eine Basisdividende von 1,50 Euro je Aktie, die auf der Hauptversammlung am 19. Juli beschlossen werden dürfte. Auf dem aktuellen Niveau entspricht das einer Dividendenrendite von soliden 3,8 Prozent.

AureliusEquityOpportunities_Kennzahlen2018

Beteiligungsverkäufe als Turbolader

Doch das muss nicht alles sein, und nun wird die Aktie auch wieder spannend. Denn neben der Basisdividende gibt es regelmäßig Sonderausschüttungen, wenn Aurelius aus seinem Portfolio erfolgreich Unternehmen verkaufen kann. Die Anteilseigner sollen schließlich am Erfolg partizipieren. Und so muss man 2018 – nach dem Rekordjahr 2017 – vor allem als Zwischenjahr sehen, an dem das Management an den Beteiligungen gewerkelt hat. In diesem Jahr aber könnte es einige Exits geben. Und auf die kommt es an. Der Vorstand spricht von einer “gut gefüllten Pipeline”. Marktgerüchten zufolge könnten gleich vier Firmen in diesem Jahr den Eigentümer wechseln: Ghotel, Solidus, Scandinavian Cosmetics und die Chemieaktivitäten des Konzerns. Als heißester Kandidat gilt Solidus, ein Hersteller von Vollpappe, dessen Wert auf mehr als 250 Mio. Euro geschätzt wird. Gelingt ein Exit bis zur Hauptversammlung, könnte die Dividende entsprechend aufgestockt werden. Manche munkeln hier bereits über einen Aufschlag von 2 Euro bis 2,50 Euro auf die Basisdividende.

Spekulation auf eine höhere Ausschüttung

Wir halten das für etwas zu optimistisch, zumal bis zur Sommerpause sicherlich keine vier Verkäufe gelingen werden. Dennoch würde die Dividendenrendite selbst bei einer zusätzlichen Ausschütung von “nur” einem Euro je Anteil auf die Basis-Auszahlung auf mehr als 6 Prozent steigen. Das klingt schon eher nach Musik in den Ohren der Aktionäre. Hinzu kommt, dass bis Ende August noch ein Aktienrückkaufprogramm läuft, dass die Aurelius-Papiere sicherlich stützt. Sollte es auch noch zu einem Exit kommen, bietet das erhebliche Kurschancen. Wer langfristig investieren will, sollte vor allem auf die Dividende setzen. Dann bietet es sich an, eine Konsolidierung der Aktie abzuwarten und in den nächsten Wochen den Einstieg sukzessive zu suchen.

 

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Bilder: Aurelius Equity Opportunities

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