Samstag , 24 Juni 2017
Fresnillo, Glencore, Goldcorp & Co: Die größten Silberproduzenten

Fresnillo, Glencore, Goldcorp & Co: Die größten Silberproduzenten

Silber ist seit gut 18 Monaten wieder in aller Munde und in ziemlich vielen Depots. So hatte der Preis in den ersten Monaten 2016 im Zuge der Renaissance der Rohstoffe um satte 40% zulegen können. Doch im Gegensatz zum „großen Bruder“ Gold zeichnet sich Silber durch eine besonders hohe Volatilität aus. So ging es im Schlussquartal 2016, während an den Aktienmärkten die Trump-Rally lief und der Risikohunger der Investoren wieder stieg, um fast genau ein Sechstel bergab. Diese starken Bewegungen kennen erfahrene Rohstoffinvestoren schon seit vielen Jahren. 2016 war trotzdem eine gute Zeit für Silber. So notierte der Unzenpreis im Durchschnitt bei 17,14 US-Dollar. Übers Jahr legte die Notiz um immerhin 9,3% zu. 2017 zeichnet sich Silber wieder einmal durch eine hohe Volatilität aus. Zwischenzeitlich konnte die Notiz bereits um ein Siebtel zulegen, aktuell beträgt das Plus 3,7%. Doch das muss nicht so bleiben.

Nachfrage und Angebot halten sich im Gleichgewicht

Zum einen ist der Trump-Zug ins Schlingern geraten. Zum anderen bewegt sich Silber zwischen zwei Polen. Einerseits ist es in turbulenten Zeiten als sicherer Hafen gefragt. Auf der anderen Seite aber hängt es auch am Silbernachfrage 2016Konjunkturmotor. 2016 stammten rund 55% der Nachfrage aus der Industrie (siehe Graphik links), wobei die Elektronikbranche für etwa 23% der Gesamtnachfrage stand. Weitere relevante Abnehmer kommen aus den Bereichen Fotografie und Photovoltaik. Je 20% des produzierten Silbers geht wiederum jeweils in die Münz– und Schmuckindustrie. Der Markt selbst hielt sich in etwa die Waage, wobei rund 14% recycelte Ware für einen Ausgleich sorgen. Die Minenindustrie konnte ihren Ausstoß dagegen nicht steigern. Im Jahr 2016 ging die Förderung um 0,6% auf 885,8 Mio. Unzen Silber zurück. Dominiert wird der Markt weiterhin von Mexiko und Peru. Die beiden lateinischen Länder stehen für etwa 38% der globalen Produktion. Auf Platz drei folgt dann die Volksrepublik China mit 112,4 Mio. Unzen. Größere Produktionssprünge nach oben wie nach unten wie in Australien (-11%), Argentinien (-13,5%), Indien (+16,7%) und Indonesien (+12%) kamen vor allem durch die Neueröffnung oder Schließung von Minen sowie Produktionsumstellungen zustande.

Top20 Silberproduzenten 2016 Länder

ETF mit Zuflüssen

Nachdem jahrelang ein geringes Interesse an Silber-ETF bestand, hat sich dies 2016 geändert. Ende 2016 lag der Wert des von ETF gehaltenen Silbers bei stattlichen 10,8 Mrd. US-Dollar und damit um mehr als ein Fünftel über dem Wert zu Jahresanfang. 2017 wiederum sehen wir bei Silber-ETF bisher sich abwechselnde Phasen mit relevanten Zu- als auch Abflüssen.

Fresnillo bleibt Spitzenreiter, aber weltweiter Kostenanstieg

              Der Rückgang der weltweiten Silberförderung in Minen um 0,6% im Jahr 2016 war der erste in den vergangenen 15 Jahren. Die niedrigere Produktion in Nordamerika und Ozeanien konnte durch das Plus in Südamerika nicht aufgefangen werden. In Nordamerika, insbesondere in Mexiko, dass 5,8 Mio. Unzen weniger förderte, liegt die Ursache im Rückgang vor allem in niedrigeren Gehalten an Silber im Gestein. Dennoch bleibt nicht nur das Land die Nummer eins in Sachen Silber. Denn Fresnillo war wie 2015 auch im vergangenen Jahr der größte Produzent von Silber. Der britisch-mexikanische Konzern konnte seinen Output sogar um 6,3% auf 45,7 Mio. Unzen erhöhen. Noch einen Tick höher fiel das Produktionswachstum beim Schweizer Glencore-Konzern aus, der vor der polnischen KGHM den zweiten Platz belegte. Auffällig ist der starke Rückgang bei Goldcorp, was vor allem an Bergwerken in Mexiko, Peru und Argentinien lag. So halbierte die Cerro Negro-Mine ihren Output aufgrund von Streitigkeiten mit den Gewerkschaften und der stärkeren Verarbeitung von niedriggradigem Gestein. Immerhin soll in diesem Jahr die Förderung wieder spürbar zulegen. Auf der Kostenseite gab es einen Rückschlag. Laut Berechnungen des in Washington D.C. ansässigen The Silver Institute lagen die durchschnittlichen Produktionskosten für eine Unze Silber bei 11,38 US-Dollar. Das sind 5% mehr als im Vorjahr. Während in Chile die Durchschnittskosten bei fast 20 US-Dollar liegen, gehören Staaten wie Guatemala, Russland, Argentinien oder Peru zu den Billigproduzenten. Hier lagen die durchschnittlichen Kosten bei weniger als 10 US-Dollar je Unze, dementsprechend ist in den dortigen Minen auch mehr zu verdienen!

Top20 Silberproduzenten 2016 Firmen

Boden gefunden?

Aktuell notiert der Silberpreis knapp unter 17 US-Dollar je Unze. Zuletzt stand die Notiz kräftig unter Druck. Dabei sind seit Monatsbeginn durchschnittlich 50 Tonnen je Tag in Silber-ETF geflossen. Die Investment-Nachfrage bleibt also hoch. Charttechnisch scheint der Boden gefunden zu sein. Angesichts der robusten Non-Mining-Aktienmärkte ist ein erneuter Test des Dezember-Tiefs (15,70 $) aber nicht ausgeschlossen!

 

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Bildquelle: Silver Standard

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