Donnerstag , 22 Februar 2024

Banyan Gold: Neuer Goldrausch im Yukon!

Nach dem historischen Goldrausch gibt es im Yukon nun einen neuen: Victoria Gold hat bereits seine Goldmine eröffnet. Nachbar Banyan Gold könnte der nächste sein. Die Aktie bietet jede Menge Upside und das Unternehmen wird als Übernahmekandidat gehandelt.

Vom historischen bis zum modernen Goldrausch im Yukon!

In den Jahren 1896 bis 1899 erlebte die kanadische Nordprovinz Yukon ihren ersten Goldrausch. Mehr als hundert Jahre später wurde die an der Grenze zu Alaska gelegene Region wiederentdeckt. Höhere Edelmetallpreise und moderne Explorationsmethoden ermöglichen heute den Abbau von Erzen, die bislang als unwirtschaftlich galten. Victoria Gold eröffnete 2019 mit der Eagle Mine den größten Gold-Bergbaubetrieb, den der Yukon bisher gesehen hat. Im Tagebau wird Erz mit einem Goldgehalt von nur 0,5 Gramm pro Tonne gefördert und mittels Haufenlaugung wird das Metall aus dem Gestein geholt – ein mittlerweile auch im hohen Norden bewährtes Verfahren. Banyan Gold (0,41 CAD | 0,27 Euro; CA06683K1066), ein Nachbar von Victoria Gold, bietet nun die Chance, dass aus der Eagle Mine ein „Tier 1 Asset“ wird, also eine Mine mit mehr als 500.000 Unzen Jahresförderung.

Banyan Gold: Großes Vorkommen, aber striktes Kostenmanagement!

Tara Christie, eine Bergbauingenieurin mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung – davon die vergangenen zehn Jahre im Yukon – wurde 2016 President & CEO von Banyan Gold . Unter ihrer Führung erwarb das Unternehmen 2017 einen 51 Prozent-Anteil an dem AurMac Projekt im Yukon. Zudem hat sie die Option, die restlichen 49 Prozent unter relativ leicht zu erfüllenden Bedingungen zu erwerben.

Im Jahr 2020 wurde mit 900.000 Unzen Gold die erste Ressourcenschätzung für das Projekt vorgelegt, was mit einer Verfünffachung des Aktienkurses honoriert wurde. Bis Mai 2022 war die Ressource auf vier Mio. Unzen Gold gewachsen. Am 24. Mai 2023 dann präsentierte Banyan die neueste Ressourcenschätzung mit 6,2 Mio. Unzen Gold (ausführlich an dieser Stelle). Das ist eine Größe, für die sich alle Goldproduzenten interessieren. Tara Christie ist zu Recht stolz darauf: „Das ist ein Anstieg von 50 Prozent in gerade einmal einem Jahr. Erreicht wurde das mit einem Bohrprogramm von 50.000 Metern in einer Saison. Banyan konzentriert sich weiterhin auf Wachstum. Wir haben anschließend auf den drei Liegenschaften des AurMac Projekts bereits 15.000 Meter im Rahmen unseres Explorationsprogramms für 2023 gebohrt.“ Die Kosten, um eine Unze Gold zu entdecken, lagen unter fünf US-Dollar. Das Geld der Aktionäre wurde also sehr effizient eingesetzt. Mit diesem strikten Kostenmanagement hat sich Banyan einen guten Namen unter vielen Investoren erarbeitet.

Auch finanziell verlief 2022 sehr erfreulich. Der Aktienkurs stieg in diesem für die Bergbaubranche so schwierigen Börsenjahr um 16 Prozent. Über Kapitalerhöhungen (Private Placements) wurden 29,2 Mio. kanadische Dollar eingeworben. Der Cashbestand zum Jahresende lag bei 19 Mio. CAD.

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Graphik: Überblick: Das AurMac-Projekt von Banyan Gold liegt in Nachbarschaft zur Eagle Mine von Victoria und zu Keno Hill von Hecla Mining. Quelle: Banyan Gold

AurMac: Die nächste große Goldmine im Yukon!

Die auf Rohstoffunternehmen spezialisierte Investmentbank Paradigm Capital veröffentlichte vor kurzem einen umfangreichen Researchbericht zu Banyan Gold. Das Unternehmen hat angekündigt, bis 2024 eine Wirtschaftlichkeitsberechnung (PEA) für zumindest einen Teil von AurMac vorzulegen. Das ist notwendig, weil dies in den Optionsbedingungen zum Erwerb der restlichen 49 Prozent des Projektes verlangt wird. Das ist aber auch hilfreich, um Investoren und industriellen Partnern den Wert des Vorkommens zu demonstrieren. Das Bohrprogramm für 2023 muss deshalb zwei Ziele verfolgen: neue Goldunzen entdecken, aber auch durch sogenannte Infill-Bohrungen die Ressource in eine abbaubare Reserven umzuwandeln.

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Paradigm Capital ist der Meinung, dass AurMac wegen der ähnlichen Geologie ein Zwillingsbruder der Eagle Mine von Victoria Gold werden kann. Deren Eckdaten sind bekannt. Paradigm Capital geht für AurMac von folgenden Annahmen aus:

  • Baukosten: 509 Mio. CAD; Förderkosten (AISC): 1.154 US-Dollar/Unze
  • Baubeginn 2028, Produktionsstart 2030, Minenleben: 17 Jahre
  • Project NPV von 804 Mio. US-Dollar bzw. 20,4% IRR bei einem Goldpreis von 1.900 US-Dolar/Unze.
  • Die Jahresproduktion der Eagle Mine soll für die kommenden 15 Jahre bei 200.000-250.000 Unzen liegen. Ähnliches sollte für AurMac gelten.

Banyan Gold: Der ideale Übernahmekandidat?

Banyan Gold könnte, eine entsprechende Finanzierung vorausgesetzt, diese Mine selbst bauen. Sollte Victoria Gold, dass bereits 11,3 Prozent der Aktien hält, Banyan Gold übernehmen, hätte dies einige Vorteile: Die Genehmigung würde beschleunigt, weil AurMac dann nur eine Erweiterung der Eagle Mine wäre. Es würden etwa zehn Prozent an Kosten gespart. Es bestünde zudem die Perspektive, das gemeinsame Projekt zu einem „Tier 1 Asset“ zu entwickeln. Dann hätte man 10-20 Mio. Unzen Gold im Boden und einer jährlichen Förderung von 500.000 Unzen. Das wäre Weltklasse. Damit würde diese Mine in einer Liga mit Canadian Malartic und Detour Lake (beide im Eigentum von Agnico Eagle) spielen, zwei der größten Goldminen Nordamerikas.

Theoretisch käme auch Hecla Mining als Interessent in Frage. Das Unternehmen betreibt als direkter Nachbar die von Alexco im September 2022 erworbene Keno Hill Mine sowie Green Creeks in Alaska. Mit 3,7 Mrd. US-Dollar Börsenwert könnte Hecla Mining eine Übernahme und den Bau der Mine ohne Probleme stemmen. Dagegen spricht: Es gäbe zwischen den beiden Minen keinerlei Gemeinsamkeiten. AurMac ist ein Tagebau, beherbergt Gold und hat niedrige Grade. Bei Keno Hill handelt es sich dagegen um Untertagebau mit Silber und hohen Graden im Gestein – und ist noch dazu technisch relativ schwierig. Denkbar ist also, dass Hecla Mining hier einsteigt, nach Einschätzung von Paradigm Capital ist das aber nicht wahrscheinlich.

Banyan Gold Aktienkurs Gold Yukon
Graphik: Im Gegensatz zu vielen anderen Aktien von Explorern zeigt Banyan Gold auf Dreijahressicht eine positive Entwicklung.

Und es kommt doch anders, als man denkt!

Paradigm Capital stufte Banyan Gold – noch vor der aktualisierten Ressourcenschätzung von 6,2 Mio. Unzen – als „spekulativen Kauf“ mit Kursziel 0.85 CAD ein. Das wäre, vom jetzigen Niveau ausgehend, in etwa eine Kursverdoppelung. Wir rechnen damit, dass die Bank schon demnächst mit einer Studie das Kursziel wegen größeren Ressource anhebt.

Einen wichtigen Aspekt hat Paradigm Capital allerdings nicht bedacht: John McConnell, der CEO von Victoria Gold, berichtete in einem Gespräch am Rande der Deutschen Goldmesse in Frankfurt, dass es für Victoria Gold mehrere Kaufinteressenten gebe. Victoria Gold könnte also selbst übernommen werden. So lauten auch die Gerüchte in der Branche. McConnell hat als CEO darauf keinerlei Einfluss: „Wenn es ein ernsthaftes Übernahmeangebot gibt, muss das der Verwaltungsrat den Aktionären zur Abstimmung vorlegen.“ Das Problem aus Sicht der Anteilseigner von Victoria Gold dürfte jedoch der aktuell niedrige Kurs von 8,32 CAD sein (Höchststand über 20 CAD, aktueller Börsenwert rund 540 Mio. CAD). Unter 15 CAD wäre es für einen Käufer schwierig, hier zum Zug zu kommen.

Die wahrscheinlichste Option – von Paradigm Capital als kompliziert, aber nicht unmöglich eingestuft – dürfte deshalb sein, dass einer der großen Goldminer Victoria Gold und Banyan Gold übernimmt. Das wäre attraktiv und preiswert: Der Käufer käme mit Gesamtaufwendungen von grob 2 Mrd. US-Dollar auf Sicht von zehn Jahren zu einer hochprofitablen Mine auf Weltklasseniveau. Hinweis für interessierte Anleger: Die Aktie von Banyan Gold wird in Deutschland nicht besonders rege gehandelt. Es lohnt sich, Kauflimits zu setzen und nach Eröffnung der Börsen in Kanada (aktuell: 15:30 Uhr) zu handeln. Mehr Handelsvolumen findet sich an der Börse in Toronto.

 

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Graphiken/Tabellen/Bilder: Das Investor Magazin, Banyan Gold, Stockwatch

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