Donnerstag , 22 Februar 2024

Quartalszahlen: Alphabet stark, Microsoft mittelmäßig!

Gestern Abend haben mit Microsoft und Alphabet zwei der größten Unternehmen der Welt ihre Zahlen vorgelegt. Alphabet überzeugte mit starkem Wachstum im Werbegeschäft, Microsoft bleibt dagegen überschätzt. Vom Boom der Künstlichen Intelligenz ist in den Bilanzen noch nicht viel zu sehen.

Alphabet: Zurück in der Spur!

Werbebudgets sind normalerweise die ersten Opfer einer sich abschwächenden Wirtschaftslage. Doch bei Alphabet (117 Euro | US02079K3059) ist davon nicht viel zu sehen. Der Techkonzern steigerte den Umsatz im zweiten Quartal 2023 um sieben Prozent auf 74,60 Mrd. US-Dollar. Unter dem Strich stieg der Nettogewinn von 16 Mrd. US-Dollar auf 18,38 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie legte um 19 Prozent auf 1,44 US-Dollar zu. Damit schlug Alphabet die Erwartungen der Analysten recht deutlich, die im Konsens mit einem Umsatz von 72,8 Mrd. US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 1,32 US-Dollar gerechnet hatten. Allerdings waren die Erwartungen im Vorfeld deutlich reduziert worden. Vom KI-Boom ist bisher wenig zu sehen, in Künstliche Intelligenz wird vor allem investiert. Das wieder dynamische Wachstum, dass sich in den Quartalen zuvor deutlich verlangsamt hatte, kommt aus dem Werbegeschäft mit der Suchmaschine Google und von Youtube sowie aus der Cloud. Auch wenn CEO Sundar Pichai in der Mitteillung von der KI-Führungsrolle von Alphabet sprach: bei den Zahlen spielt dies noch keine Rolle. Die Aktie von Alphabet legte nachbörslich in New York um über acht Prozent zu. Die Analysten sind weiter optimistisch und rechnen mit einem anhaltend hohen Gewinnwachstum. Das 2024er KGV wird auf 20 geschätzt.

Wall Street, Nasdaq, Dow Jones, Boradway, New York
Graphik: Alphabet ist zurück in der Wachstumspur, Microsoft dagegen enttäuschte mit seinen Quartalszahlen. Quellen: Unternehmensmitteilungen.

Microsoft: Zu wenig Wachstum für zu viel Bewertung!

Das Thema KI wird von Anlegern bei der Microsoft-Aktie (306 Euro; US5949181045) aktuell ziemlich gehypt. Mit KI wird aber auch bei dem Konzern aus Redmond noch kein Geld verdient und somit bleibt es vor allem ein Versprechen. Wer glaubt, dass sich dies schnell ändern wird, weil Microsoft in der vergangenen Woche ein Abomodell für den KI-Copiloten für die MS365 Suite vorgelegt hat, dürfte enttäuscht sein. Die Jubel-Rechnungen mancher Analysten stammen von der Märchenwiese, wie Sie bei Stefan Waldhauser unter “Die wundersame AI-basierte Geldvemehrung” kompakt nachlesen können. Auch Microsoft ist noch in der Phase, in der in Künstliche Intelligenz vor allem investiert werden muss. Und so lesen sich auch die Zahlen zum Q2 (viertes Geschäftsquartal). Der Umsatz stieg um lediglich acht Prozent auf 56,2 Mrd. US-Dollar. Der verwässerte Gewinn je Aktie konnte um 21 Prozent auf 2,69 US-Dollar verbessert werden. Damit lag Microsoft über den bereits deutlich reduzierten Erwartungen der Analysten.

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CEO Satya Nadella sieht laut Mitteilung einen Wettbewerbsvorteil durch die KI-Technologie für sein Unternehmen. Wachstumstreiber ist bei Microsoft allerdings die Cloud Azure, deren Umsätze um mehr als ein Viertel zulegen konnten. Die Aktie fiel nachbörslich etwas zurück. Aber auch hier sind die Analysten optimistisch und rechnen mit weiterem Gewinnwachstum in ihren Schätzungen. Das KGV für 2024 liegt bei 32, die Dividendenrendite bei rund 0,8 Prozent.

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Graphiken/Tabellen/Bilder: Pixabay

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